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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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Von der Natur der Fluſe. 19

0 05 lchret die Erfahrung, daß der Schlauch der Fluͤſſe beſtaͤndig hoͤher wird, ſo

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en Git die Horizontal⸗ Hohe des anliegenden Landes übertrifft, welches, zumt den aden der allda Wohnenden, uͤberſchwemmet werden wurde, wofern manKn Fluß zwiſchen Daͤmme einſchraͤnkete. Man bemerket auch, daß an engen

he,. E.n n hinab, wo der Schlauch breiter iſt, niederſetzet. Es folget hieraus, daß

zwiſchen Brückpfeilern, das Waſſer niemals Bodenſatz laßt, ſondern

100 wohl dem Waſſer mehrere Stärke und Wirkſamkeit geben will, nicht allein deſſen0 5 110 eingerichtet, ſondern auch der Schlauch enger gemacht werden muß, da-u Ein ihm befindlichen Materien weit weg, und, wo moͤglich, bis ins Meer

0 i an erſieht die Nothwendigkeit deſſen aus dem Beyſpiele der Fluͤſſe, welche

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a n ade fließen: denn ſie ſind allda allemal ſchiffbar, weil die Kayen dieſelbenf G4 en; anſtatt daß ſie außerhalb den Staͤdten zur Schiffahrt weit unbequemergſbar üichwohl kann man ſie allerwegen, und mit viel wenigern Unkoſten eben ſo

machen weil ſie, anſtatt gemauerter Kayen, nur mit Daͤmmen von Erdeen werden durfen, wie ſich ſolches aus dem folgenden wird erſehen laſſen.

Wenn ein Fluß allzu weit von einander entlegene Ufer, HI K und Fig. 13.

dae hat, welche verbeſſert und näher zuſammen geruͤckt werden ſollen, wie dieblen Da

5 e. 1amme, AB, O, thun, wovon das Stuck C E, welches ſchon vor welcher alt.

allzu breit

nnch werden, behalten, welden kann, well wi vorausſezen, daß es in gu- gener den i,0 1 ſep, auch eine ſolche Lage habe, wie die zu machende Ausbeſſerung erfor⸗ſchmaͤhler gemachet

0Aufe

0 man zuvoͤrderſt neue Daͤmme abſtecken, ſo wie ſolche dem vortheilhafte⸗ wird.and

ſeawelchen das Waſſer halten ſoll, am zutraͤglichſten ſind; und zwar muß derw fgeerſaben von einander, und ihre Hoͤhe„das ſtaͤrkſte Aufſchwellen des Fluſſes

0 dude; und dieſes iſt leicht zu finden, wenn man ſich nach der Breite und der

man dieſem Fluſſe in den benachbarten Staͤdten gelaſſen hat, richtet;man ihm etwas mehr Raum geben..

deen das Werk recht tuͤchtig werden ſoll, und im Lande viel Holz iſt, ſo ſchaf-

tt delt ehe de ſolche Ausbeſſerung, wenn ſie nach der gewöhnlichen Weiſe geſchaͤhe, unge-

Nahr ſormi

or allen Di N zes ſaſchi um die Daͤmme darauf

n dar Allen Dingen eine große Menge Faſchinen an, 1 5 rauf zuane nicht die aufgeſchüttete Erde vom Waſſer ausgewaſchen und weggefüh-Fanmen konne; hernach machet man, in gewiſſen Zwiſchenweiten, laͤngſt an den

duihm hin dreyeckichte Eindammungen, L, I, welche ſpitzge Winkel, die dem

0 ſchiggtgegen ſtehen, formiren: dieſes thut man an ſolchen Stellen, wo man esu alles n erachtet, den Fluß in den Graͤnzen N O, P Q zu halten, damit erch wuſcgeils einen Schlauch aushoͤhle, andern Theils aber die Daͤmme, durch1 chenden Bodenſatz immer feſter werden. 5e ost i i 5 5 fhöher, Es iſt nicht guug, den Schlauch eines Fluſſes enger zu machen, wenn er Tafel XXXVI.19 5 Geh oindbgſen 1 ſoll: es müſſen auch alle Hinderniſſe, die ſeinen kig. 9 10.ochlauch, weggeſchaffet werden; und zu dieſen Hinderniſſen tragen die forlmmenDebrauch der0 kee viel bey, ſonderlich, wenn ſie nicht eine gelinde Beugung haben, ſon⸗ preyeckichten Eperhe ei o kleinere enge Kruͤmmungen in ſich halten, welche gemeiniglich vom Bo⸗daͤmmungen, um101

dewich neben demjenigen Ufer, gegen welches es ſich, indem es einigen Hinder-

10. unt, wandte, einen neuen Weg gemacht hat, wie ſolches auf den Figuren arwird aten auf der XXXVI. Tafel angedeutet iſt. In der erſten von dieſen Fi-h der Flu vorausgesetzt, daß der Anwuchs El. N ſich dermaßen ausgebreitet habe,1 wachen genoͤthiget geworden, ſich einen neuen Schlauch K X XS auszuhoͤh-ſdachbar ßerhalb ſeinem alten Ufer A C liegt, und ſolches zum großen Schaden

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ſeinem naturlichen

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den Felder, welche immer weiter weggeriſſen werden muͤſſen, wenn derimma und beärbeltet iſt: denn es ift kein Zwafel, es werde ſich die Seet, nd weiter ausbreiten, wenn der Waſſerſtrohm laͤngſt am neuen Ufer AB C

folglich tiefer, als an dem rechten Ufer iſt.

ichen wegen on/ die man daran wenden wollte, unmoͤglich gemacht werden koͤnnte,schr großer Schwierigkeit, den Anwuchs, der hier vorausgeſetzet wird, undkoß iſt, wegzuſchaffen, wie auch das ganze Stuͤck des Ufers„welches die

Men und net, auszufüllen; ſo iſts hier der rechte Ort, zu zeigen, wie man durchber ſch ehr koſtbare Mittel die Natur noͤthigen kann, daß ſie allein dienehme, die Sachen in den vorigen Zuſtand zu ſetzen. g

8 5 Dieſe

welche harten Materie herrühren, dergleichen die Kieſelſteine und der Kießſand inen Fus zu ver-en dun einige Flͤſſe 55 ſich führen„und welche Anlaß geben, daß das Waſſer beſſern, der ſich vonö

5 aufe abgewandt