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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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angeleget wurden,

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12 Waſſer⸗Baukunſt. Viertes Buch. Fuͤnftes Capitel. a

de5 5 Celder andere General⸗ Lieutenant von der franzoͤſiſchen Armee, und Groß⸗ Cruz

St. Ludwig⸗ Ordens.

Es wuͤrde viel zu weitlaͤuftig ſeyn, wenn ich eine umſtaͤndliche BeschreibungCanal in Languedoc, auch der königliche Canal genannt, geben wollte ſange Ab;daran befindlichen vortrefflichen Werke faſt unzaͤhlig ſind, und alſo eine lo erſtalle,handlung erforderten, dergleichen die noͤthige Kürze dieſes Capitels mir ni daraus al,

lndie

Indeſſen will ich doch ſo viel davon ſagen, daß man die Pracht deſſelben negehebel

kennen kann, ſonderlich wenn man die von dem Geographen Nolin hergroße Karte von dieſem Canal dabey vor ſich leget. i

8 5 chello,Erſtreckung der 1084. Man ſondert dieſen Canal in zwey Haupttheile ab, vom Vertht er aCanale, bon disse Puncte an, d. l. der höchſten Stele in der Nachbarſchaft von Caſtelnaudare g bngegen das Mittel- Theil geht gegen das Mittellaͤndiſche Meer hinab; erſtrecket ſich ſechs und Wee 10ländiſche Meer, und ſend drey hundert und funfzehn Toiſen lang, und hat ſeine Muͤndung 1 fist 1008275 A gegen Thau bey Agde, von dar er in den Haven von Cette koͤmmt; der andere Thel 105 5 Vertheilung e und zwanzig tauſend drey hundert ſechs und ſechzig Toiſen lang, und. 19.Punctes über den beſagten Vertheilungs⸗ Puncte gegen den Ocean zu, bis an ſeine Mund mag 0Muͤn dungen des Garonne, unterhalb Toulouſe: folglich betraͤgt die ganze Laͤnge dieſes 5 00Canals, bey Agde ſchen ſeinen beyden Mündungen, 120,681 Toiſen, d. i. 512 Meilen,(eueund bey Toulouſe. ſolche Meile zu 2500 Toiſen gerechnet. 15Nach geſchehener ſehr genauer Abwaͤgung des Erdbodens zwiſchen bey e 0dungen, befand man, daß der Vertheilungs⸗Punct hundert Toiſen hoher und dichdem Mittellaͤndiſchen Meere gleich hoch ſtehende Weiher bey Thau, und ein 1 beheſig Toiſen uͤber der mittlern Hoͤhe des Waſſers in der Garonne, umi pu 11Toulouſe lag. Durch eine an dieſer Stelle, die man zum Vertheilung zelt wutWaſſers, welches den Canal unterhalten ſollte, auserſah, befindliche 995 daleman uͤberzeugt, daß es wirklich die hoͤchſte Stelle ſeyz: denn als mankommende Waſſer vertheilte, ſo daß es zwey entgegengeſetzte Wege nehm gelanglief das eine Baͤchlein nach dem Ocean, und das andere nach dem MitMeere. f a 1 fadcAnzahl der 1085. Damit die Kaufmanns⸗ Schiffe vom Haven zu Cette aus, SchlSchlee, wech Vertheilungs⸗Puncte hinauf gehen 9 5 1 5 19 7 man 1 5 und ſebt; und 10um aus einem Meere ſen mit Faͤllen(Sas) gemacht, deren jeglicher ohngefaͤhr acht Fuß hoch! Garol, fl.in das andere zu und zwanzig andere Schleußen, um von demſelben Puncte hinab in die schie5 are aß gen gehen, welcher Fluß von Toulouſe an, bis an ſeine Mündung am Oe der GagFan aun enen Canal hat alſo hundert große Schleußen. Weil aber das Wa 1 10 t

bis nach Meſſac zu dieſſeit Meſſac, bey trockener Witterung, ſehr niedrig iſt: ſo meyne tverlaͤngern. ſehr zutraͤglich geweſen waͤre, wenn man den Canal bis dahin verlaͤnger des Tarb 15 die Schiffahrt mehr erleichtert worden waͤre: denn von dem Einflu dieſebis ins Meer, fehlet es der Garonne nicht mehr an Waſſer. Es kön

gerung, welche nur ohngefaͤhr eine Million koſten wuͤrde, ohne viele eit iſt/ Ultt, h

gemacht werden, weil der Erdboden eben, und von guter Beschaffen. Mech

auch dieſes Stuͤck des Canals ſein Waſſer aus der Garonne ſelbſt er zuerſt a0 duc

auch dieſes nicht gut heißen, daß man den koͤniglichen Canal, als t, Wwurde, nicht ganz nahe bey Carbaſſonne und Beziers vorbey geſhen Habe ſchtſoches hätte geſchehen koͤnnen, und fr den Kaufhandel dieſer beydentraͤglich geweſen waͤre.

5 f lWunderſame Wir, 1086. Unter dieſen hundert Schleußen ſind keine ſchoͤner zu ſehen ſchekung, 1 bin, telbar hinter einander liegenden acht Schleußen⸗ Faͤlle bey Beziers 0 gden acht Schleußen eine 150 Toiſen lange und 60 Fuß abfallende Cascade formiren bewundert aegFälle bey Beziers von den acht Faͤllen 8 Fuß 3 Zoll hoch iſt. Aber am allermeiſten, 5 Schlee 0khun, moo die Faßr⸗ſo genannte runde Schleuſſe. Sie beſteht aus einem bogenſb endeten Scheffelauge aber inan s welcher dreyen Aermen des Canals gemein iſt, die alle ihre ehe der S

uß bohen Fall des dieſem(runden) Schleußen⸗ Falle haben, zu Erleichterung e 5 15

Waſſers auf ⸗ undStuͤcke

abgehen. Andereeinem Arme des Canals in den andern, es mag das Waſſer devortreffliche Wir⸗als es will; wie ich ſolches im VIII. Capitel, wo die ſchoͤnſten

runde Schleuße, undder durchbrochene1 bey Malpas

kung welche dis nale als Beyſpiele angeführt ſind, umſtaͤndlicher erklaͤren werde. 9%

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