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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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60 ese, Man bemerke, daß dieſe Pfoſte an der Außenſeite gegen den Strohm zweyn, minnen hat, welche mit der vordern Seite der beyden anderen Pfoſten Az in ge-1 f er Flache liegen, und woran ſich die Enden der kleinen Vorſetz⸗ Balken V1 ltzen: dieſe leget man einen uber den andern,(Artikel 9 17.) und zwar vermittelſt-10 fuer Haaken&, womit jeglicher verſehen iſt: um deßwillen hat der Balken Tan1 17 her äußern Seite zwey Klötzer aD, zur Rechten und zur Linken der Pfoſte; auf9 N06 leget man zwey Breter, in gleicher Hoͤhe mit dem Balken J• welche zumfllckchen für die Schleußenwärter dienen, um von der Vorderſpitze des einen Pfei-5 1 10 nach der andern zu gehen und ihr Werk verrichten zu koͤnnen. Wenn man die in1 dae, Figuren befindlichen gleichen Buchſtaben nachſuchet, ſo wird man die Einrichtung0 der Bruͤcke deutlich einſehen. 3„ e Man ſieht leicht ein, daß wenn die Boͤgen einer Brücke nicht ungewoͤhnlich weit5 ſüennt ſind, man vermittelſt ſolcher Vorſetz⸗Balken das Waſſer eines Fluſſes auf-10 0 n kann; auch daß man, zur Zeit, wan es ſehr klein iſt, die Ueberfahrt von„ lem Orte zum andern befoͤrdern, folglich der an der Bruͤcke gelegenen Stadt Nutzen10 hoben, wenigſtens auch nur die etwa anſtoßenden Wieſen bewaͤſſern kann, welches10 gewoͤhnlichſte zu ſeyn pfleget. 5.. 1 N% 1 2 1 1 50 ftes S 61 Bwölftes Vapitel.fte 0 8 7 4* 5 50 1 welcherley Weiſe man Bruͤcken und andere Werke im Waſſer auf„ GErundpfaͤhle auleget, ohne Umdaͤmmungen zu machen, noch10— den Raum zum Grunde auszuſchoͤpfen. b1 enn der Boden zum Grunde feſt gnug iſt, und folglich keine Pilo-1 titung noͤthig iſt, ſo kann man zuweilen die Umdaͤmmungen und0 das Ausſchoͤpfen erſpahren, und ſich großer Kaͤſten bedienen, der-100 gleichen Herr Labelye beym Baue der Brücke zu Weſtminſter, wel1 O cher 1738. angefangen wurde,(Artikel 802.) angewandt hat:10. werder wenn aber der Grund nicht ſicher iſt, oder wenn er ausgeſchwemmt10 en koͤnnte„ alsdann iſt dieſes Mittel nicht anzuwenden. 9der Wie Grundpfaͤhle, welche man unter der ganzen Erſtreckung eines Grundes, wo

1„Boden nicht feſt guug iſt, einſchlaͤgt, machen den Grund ſolchenfalls tuͤchtig.0 Um ber dieſe Pfähle, wofern ſie unvergaͤnglich ſeyn ſollen, 17 0 und aucha Her guͤdrigſten Waſſer bedeckt ſehn müſſen, gleichwie auch der gebohlte Boden, wel-„ blen gemeiniglich darüber geleget wird: ſo iſt es nothwendig, Umdaͤmmungen zu ma-1 4 ud den Raum zum Grunde auszuſchoͤpfen. i ö 5„ d Ale 8 e das Ausschöpfen und die Umdam-„ bugs lein, außer den ſehr großen Koſten, welche das Ausſchoͤpfen und die Umdaͤm-ö 0 en erfordern„ iſt es zuweilen auch ſchwer, das dazu erforderliche Holz, oder auch„ daz m Boden zu finden, auf welchen die Thon⸗Erde ſo geleget werden kann, daßder Tarke Durchſeigen verhindert werde: wozu noch dieſes koͤmmt, daß der Schlauch. and dl ſe durch ſolche Umdaͤmmungen enge gemacht wird, auch hohes Waſſer und

enge gewohnliche Zufälle verurſachen koͤnnen, daß zuweilen einen ganzen Sommer 51 ſang ergehens gearbeitet worden, da man dann im folgenden Jahre von neuem an-„ ma„ muß; welches, wenn es auch nicht wieder eben ſo unſicher iſt, wenigſtens alle-0 Lelſtaunliche Koſten und Verzögerung des Baues verurſachet. 8

1 ö„Nan erſieht hieraus, wie ungemein zutraͤglich es ware, wenn man eine Me-. 195 hätte 2 welcher man eben ſo leicht einen tüchtigen Grund auf feſt einge-1 Ame Pfaͤhle„ die ſtets, und auch vom niedrigſten Waſſer bedeckt waͤren, ſetzen0 ſchene? und doch dabey die großen Koſten der Umdaͤmmungen ꝛc. und die beſorg-„ dien üblen Zufälle zu vermeiden im Stande ware, fedoch ſo, daß nicht etwa an-„ cgenwa ſo große Uebel daraus entſtünden: und eben dieſes iſt der Endzweck des4 lelerz geben Capitels, in welchem ich eine ſolche Methode zum Baue eines Brück-„ o geben will. i

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Von den ſteinernen Bruͤcken. 19

8 E 2 a 1181.

Tafel LX.