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Von Austrocknung der Moraͤſte. 1 27.
4 ien, oder wenigſtens an Anker⸗Oerter legen, wo ſie vor Stuͤrmen geſichert ſind;
ann koͤnnen die ſuͤßen Waſſer zum Vortheile der Haͤven gebraucht werden, um
lüge durch Schleußen, welche das Waſſer heraus ſtuͤrzen laſſen, zu reinigen und zu
tiefen. Man lege nun aber dieſe Muͤndungen an, wo man will, ſo muͤſſen ſie doch
ö dle ſo hohes Waſſer als moͤglich halten, damit es, wann es mit Gewalt losbricht,
12 was das Meer hinein gefuͤhret hat, mit ſich fort reiße und ſich ſelbſt einen Gange
0 he Daun dieſerwegen wird es vielleicht noͤthig ſeyn, ihr hohes Waſſer zwiſchen erhoͤ-
mme einzuſchließen.
Wenn man ſich vornimmt, eine große Strecke Landes auszutrocknen, ſo muß man
ache, ob nicht der Haupt⸗Canal, worein alle Waſſergraͤben fließen, zum Gebrau-
Die
ſeter Schiffahrt angewandt werden koͤnne, und dieſem Zwecke gemaͤß verfahren.ſe Eigenſchaft haben faſt alle ableitende Canaͤle in Holland, welche lauter Verthei-1 1 05 des innern Kaufhandels ſind, die ſodann in dem auslaͤndiſchen großen Handel
gen d zuſammenkommen. Weil dieſe großen Objecte mehr fuͤr die Regierun-
ſts gil für Prinatleute gehören, welche gern ihre Landschaften berbeſſern wollten, ſo
leben llig, daß ſie ihnen auch Mittel und Wege zu Erreichung derſelben an die Hand
1190.
den Wenn man Lagen, welche ſo niedrig ſind, daß man dem darauf ſtehen⸗ Auf welcherleyun Waſſer a
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d n keiner Seite einen Abzug verſchaffen kann, zu verbeſſern ſuchet, ſo muß Weiſe man ſich desan ſich der Natur ſelbſt bedienen, um ſie hoͤher zu machen, indem man es derge b We bediene
wichtet, daß das trübe Waſſer der Fluͤſſe oder Baͤche Schlamm darauf an etze. um diejenigen Län-ſch nit aber dieſes Waſſer ſich nicht zu weit ausbreite, muß man an Stellen/ wo ſie dereyen hoͤher zu
zausbreiten koͤnnten, die Moraͤſte mit Daͤmmen umgeben. Man leget darinnen ennen mit kleinen Schleußen an, damit man das obere geläuterte Waſſer ablaſſen tung des Waſſersdie e auch machet man noch andere Schleußen am Rande des Flußwaſſers, da, wo austrocknen kann.nil Gräben zur Ableitung gemacht worden, damit man nicht mehr Waſſers, als man
bam“ ableiten konne. Obgleich dieſe Damme ſo vielen Raum als man ihnen geben
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ae einnehmen muͤſſen, o muß doch der umfang derſelben mit der Menge des truͤ-V Waſſers„ welches die Schleuße geben kann, proportionirt ſeyn. Hierbey iſt in 5
ht zu nehmen, daß man zuerſt den naͤchſt am Flußwaſſer liegenden Boden verbeſ-feet yhmen,
„und hernach erſt die entlegneren Stellen. Auch iſt es nuͤtzlich, daß man dieſedae eſſerungen an den hoͤchſten Stellen zuerſt mache, das heißt, an denen, die vonlied undung des Flußwaſſers am weiteſten entfernt ſind, und hernach ſogleich an denWer oſten: denn ſolchergeſtalt bekoͤmmt das gelaͤuterte Waſſer einen freyern Abzug.
der an den Fluß anſtoßende Graben eine hinlaͤngliche Menge Waſſers fuͤhret,0 n man die Verbeſſerungen an etlichen Stellen zugleich vornehmen indem manandere kleinere Graͤben leitet.
Schladen das Stuck Landes, das man verbeſſern will, ſehr niedrig iſt, ſo daß der
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Heund n. ſehr hoch darauf zu liegen kommen muß, alsdann muß man das truͤbe9
Gade
mit ſichvaſſer aus dem Fluſſe zuerſt darüber hinfuͤhren: denn weil dieſes groben Sand
ach fähret, ſo wird 90 Erhoͤhung des Bodens geſchwinder vor ſich gehen. WannSchler chon eine gewiſſe Hoͤhe erreicht hat, alsdann ruͤckt man die Unterſchwelle derAdbodbe hoͤher, um den gedachten Sand mit Schlamme zu überdecken, damit derIn m en zum Gebrauche geſchickt werde. Wobey noch dieſes zu merken, daß man
wid 1 als es eigentlich ſeyn ſollte, erhoͤhen muß, weil er ſich, wann er trocken
doch wieder ſetzet.
fashion dieſe Graͤben, weil man ihnen nur eine gelinde Abſchüßigkeit giebt, ſich bald
annJoͤher mdea fuͤhret er ſodann keinen groben Sand mehr aus dem Boden des Fluſſes,be
War
hin men, ſo muß man ſie im Anfange, ſo lange das Grundwaſſer des Fluſſes
in läuft, oft reinigen; aber zuletzt, wann nur noch trübes Waſſer noͤthig iſt,
an den Graben laſſen wie er iſt: denn eben darum, weil ſich ſein Boden er-
tet nur noch dem oberſten Waſſer einen freyen auf. Wenn die zur Ver-gc 950 dienenden Damme beynahe ſo hoch ſind als die Daͤmme am Fluſſe, ſo iſt es
ſel, ob die Schleuße offen oder geſchloſſen ſey, nachdem der ganze Naum vollzee ſndſieht, wenn nur kein Durchbruch zu befuͤrchten iſt; hingegen wenn ſie niedri-
Vaſſer 00 5 man die Schleuße nothwendig ſchließen, damit ſie nicht wann das
anwaͤchßt, es uber die Daͤmme ſtroͤhmen laſſe.
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