Band 
Erster Theil.
Seite
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tiefes Loch/ der Wein war in äusserster Gefahrverschüttet zu werden. Jeder strengte den Geistan / wie man das Fast hervorholten könnte;unmöglich schien der Versuch ohne besondern gött-lichen Beystand ; rund um die Höle hielt die Geist-lichkeit einen fcyerlichcn Umgang/ indem fic in lau-tem Chöre anstimmte: Herr, erbarme dich unser!

Die Tafel des Abts von St. Gallen war mitmorgenlandischen Tapeten bedeckt/ und glänzte mitsilbernen/ güldenen und reich versetzten Bechern,welche die Ritter mit Bewunderung betrachteten.Klumpen von zahmem und wildem Fleische wurdenfür sie in gewaltigen Besässen gekocht; schriftlichhinterließ von Vonstetten seine Freude darüber,baß aus dem brennenden Schlosse doch der grosseHaftn und eine grosse Ranne gerettet worden.

Bey dem Reichthum an Geld und Gute fehltees nicht an litterarischem Reichthum. Nach St.Gallen kam die Kenntniß der alten Schriftstellertheils durch Angelsachsen und Scotcn, theils durchdie griechischen Gefährten der Theophano, Ge-mahlin Otto des Zweyten. An die deutschen Höfekam morgenländisches Gepräng. — Die Mönchenannten das Kloster Sl. Gallen ihre Republick,den Convcnt ihren Senat, und einer gab seineMeynung in des virgilius Ausdruck; ein andrerdichtete die Mähr der Abentheuer des Herzog Ernstvon Schwaben aus einem Bericht des Aristotsüber Indien. Den ganzen Kreis des Wissens ver-faßte im Jahr 919. Salomon von Ramschwag,Bischof zu Constanz und Abt von St. Gallen,in einem Foliobande. — Die Herzogin Hedwig vor;