Band 
Erster Theil.
Seite
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Schenkel auf eine Stange und tragt ihn im Trimmphe nach Zug auf dem Marktplatz. Dadurch er-hitzte er die Bürger fo sehr, daß sie hinausstürm-tcn und wildenbcrg schleiften.

Wahrend dieser Zeit hatte Lern gegen die be-nachbarten Edelleute gleiche Rolle zu spielen. DieseStadt wurde von Aristocraten beherrscht. Siehatte den Grafen von Safot zum Schutzherrn nndBundesgenossen, den einzigen, welcher damals demHause Oesterreich in Helvetien das Gegengewichtzu halten im Stande war. Die Freyburger ent-zündeten eine ofene Fehde zwischen Lern nnd dembenachbarten Adel. Unter Anführung Ulrichs vonErlach wurde dieser im Jahr 1291. nach hartemWiderstände von den Bernern am Oonnerbühelbesiegt. Jtzt wagten sie's von Zeit zu Zeit, sichdie einen und andern von Oesterreichs Vasallenunterwürfig zu machen. Bey geringster Veranlaßsung waren sie sogleich im Harnisch; einen Schult-heiß machten sie ehrlos, bloß weil er sie von ei-nem ganz ungleichen Streite abhielt. Ihren Muthunterstützten sie durch verschiedene Bändtnisse. Alsder Mord Alberts I. diese Gegenden mit Schreckenund Verwirrung erfüllte, erneuerten sie mit Solo-thuen ihr altes Nurgrecht. Diese Nachbarin nebstden III. lvaldstadten waren ihre treuen Gefähr-ten. — Als der gute Kaystr Ludwig in den Bannfiel, hatten sie, auf Anstiften ihres LeutpriestcrsBeselwind die fromme Schwachheit, ihn nicht mehrals rechtmäßiges Oberhaupt anzuerkennen. Gegensie begünstigte er itzt eine Verschwörung des um,liegenden Adels. Ganz betroffen/ boten sie sichD