Band 
Erster Theil.
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Die Eydgcnossen belagerten Grciftnsee. Da-selbst lag eine zürchcrsche Besatzung. Ihr Haupt-mann war wildbans von standcnbcrg Die Ein-wohner schickte dieser auf Zürich; die Stadt Grci-fensee steckte er mit Feuer an; endlich ward dieFestung von den Eydgenosscn erobert. Wildhansvon Landenberg war der erste, welcher seinen Kopfhergeben mußte; auf ihn folgten sechzig andre vonder überwundnen Besatzung. Nicht nur heidenmäßigstarb Landenberg, auch bat er für seine Gesellen:„ Wenn diese," sprach er zu den Siegern, »sich» weniger verthaydigt hatten, so wurden sie eher» «ine schimpfliche Hinrichtung verdient haben als» itzv,cha sie dem Eid gegen ihre Obrigkeit genug» thaten." — Bey Erwähnung dieser Hinrichtun-gen erzählt in dem klösterlichen Geschmack seinerZeiten Felix Mallcolus, daß man auf dem Richt-sätze seither seltsame Wunder und Erscheinungengesehn habe.

Die Sradt Zürich selbst wurde im Jahr 1444.von den Exdgenosien zehn Wochen hartnäckig be-lagert. Von den Mauren warf man Töpfe mitsiedendem Kalche unter die Feinde; man empfiengsie mit Kugeln aus Feuergeschosse, mit verschränk-ten Reifen, mit hciffcm Wasser, mit Fußeisen, mitbrennenden Pfeilen. Wiewol die Belagerer Feld-schlangen hatten, so wußten sie ihnen doch nichtdie gehörige Richtung zu geben. Von innererMißhtlligkeit befürchtete die Stadt mehr als vomFeinde. Um jede verräthcrische Verabredung zuhindern, wurden die Uhren an den Glockenthürmcnstille gestellt und keine andre als die Rathsglocke