Band 
Erster Theil.
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zucrst in Orbe hineindrang, war der Scharfrichtervon Bern; im Gedränge ward er erschlagen; eingleichzeitiger Schriftsteller rühmt ihn als einen dapfernDegen, und sagt, daß sein Tod von den Bernernungemein bedaurt worden. Damals war das Ge-schäft des Scharfrichters, der ja nichts anders istals Werkzeug des Richters, lang nicht so ehrloswie seither.

Mit der Barbarey gegen die Feinde contrastirtein diesem Zeitalter die rittecschaftliche Höflichkeitgegen die Freunde. So wurden D. auf demRückzüge von einer gemeinschaftlichen Eroberungdie Luccrner in Lern mit romantischer Zierlich-keit bewillkomint. Bis auf Bürnplitz zogen ihnengeschmückte Knaben, unter Sicgcslicdern, entge-gen, und mit Fahnen, auf welchen die Wappenbccdcr Kantons schimmerten. Der Schultheiß em-pficng die Sieger mit folgenden Worten: „ Brüder-„ liche Freunde, diese Freude der Jugend verkün-^ digt euch den Dank ihrer Vater.» Man be-zahlte ihnen die Zeche bey den Wirthen, Schee-rern und Badern.

Nachdem der Herzog von Burgund in Zeit voneilf Monaten 56. fruchtlose Stürme auf Neus ge-than und bey 15000. Mann eingebüßt hatte,schien er endlich Frieden zu suchen. Ihn erhielt erdurch Kayser Friedrich III. Bald hernach schloßer einen neunjährigen Waffenstillstand mit KönigLudwig XI. Sobald er von dieser Seile freywar, so fiel er wie ein Raubthier in Lothringen.Gegen ihn bewaffneten sich zu Gunsten des flüch-tigen Herzog Ne-rats die niedern Bundesgenossen