war cs vielleicht dem burgundischen Herzog gelun-gen , zwischen Oesterreich und Frankreich das furcht-barste Reich zu verbreiten, o) Der burgundischenPrinzessin Maria blieben von dein väterlichen Erb-gut« nichts als die Niederlande. Um auch diesenoch an sich zu reisscn, suchte Ludwig XI. zwischenseinem Prinzen und der burgundischen Erbin eineVermählung zu stiften. In Gegenwart der jungenPrinzeßin liessen die Niederländer ihren Kanzlerund seinen Kämmerling Jmbercourt, die ihr eineVerbindung mit dem Oauphin beliebt hatten, aufsBlutgerüst führen. Sie wurde von ihrem eigenenVolke zur Derlobniß mit Maximilian, dem SohneKayser Friedrichs III. gezwungen.
XU.
Einheimische und auswärtige Unruhen.
Ends des XVten und anfangs des XVIten Jahrhunderts.
2 !)enn der Zurcherkrieg mit Ausschweifungen be-gleitet gewesen, so war es der burgundische nochweit mehr.
Schon im Jahr 1465. wurden in Bern gegendie kurzen Rleider und sonderlich gegen die Schlep«pcn der Weiber-Rocke und gegen die langen, kost-baren Spitzen an den Schuhen strenge Gesetzegegeben. Im Jahr 1470. wurden die gleichen Ge-setze bestätigt. Der Adel widersetzte sich dieser Ein-schränkung. p) Erst nach wiederholten Tagkeistnn-
v) Voltaire Nist. 6cnerü!e II. Lk. Z5.x) S. Diebvld SchilliugS Chronick.