Band 
Erster Theil.
Seite
103
JPEG-Download
 

gen und nicht ohne Mühe wurde dieser Fröschmäus-lerkrieg oder (wenn man lieber will) diesePharsale zuGunsten der Schleppen und Schuhspitzen geendet.

Der Triumph über Rar! von Burgund war mitreicher Ausbeute und mit heroischem Nachruhm be-gleitet ; auch legte er den Grundstein zu der Ver-bindung mit der französischen Rrsne, die frey-lich erst spater, im Jahr 1516. unter Franz I. zumewigen Frieden empor wuchs. Der Vertrag Lud-wigs XI. im Jahr 1482. war im Grunde nochnichts anders als Mieth- und Handels-Vertrag.Man feilschte um Schweißer wie um eine Heerde,die zur Schlachtbänke geführt wird. Ein Schwärmnach dem andern eilte nach Burgund, bald denEinwohnern gegen den König, bald diesem gegenjene zum Beystand. Sogleich nach dem burgun-dischen Kriege im Jahr 1477. streifte, unter demNamen der chörigken Gesellschaft eine Bande voneinigen Tausenden durch das Land hin, trotzte denErmahnungen der Tagleistung zu Baden, und kehr-te nicht eher als nach eroberter Beute nach Hause.Mehr als einmal zogen die Eydgenossen haufen-weise in die üoinbardey und bis nach Neapel;dastlbst verwelkte von dem Hauche der Pest und inder Fieberhitze der Wollust die schönste Blüte hel-vetischer Jugend. Kein Damm war stark genuggegen die Ausschweifungen des Lasters. Häufigvermehrten sich Gasthöfe und Schenken; überallwaren sie mit lärmenden Kriegcsgurgeln bevölkert.Wenn die Bente verzehrt war, so nährten sie sichmit Mord und Diebftahl. g) In einem Zeitraumeg) S. Bullinger XU. -y