Band 
Erster Theil.
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von drey Monaten wurden im Jahr 1480. fünf-zehnhundert, und auch nur im Zürchcrgebietc übersiebenhundert Diebe, Räuber und andre Verbrecherzum Tode verurtheilt. — Die Obrigkeiten selbstliessen sich mit fürstlichen Jahrgchalten oder Pen-sionen bestechen.

Zu Anfang des Jahres 1481. meldeten sich dieStädte Freyburg und Solothmn um den Bey-tritt zu der eydgenößischen Verbindung. Denstädtischen Raniono waren sie sogleich willkommen:von den Ländern Ury, Schweig und un.terwalden hingegen wurden sie als geheime Feindeverworfen; von Zug und Glarue erhielten sie zwei-deutige Antwort. Fruchtlos wurden Tagsatzungennach Tagsatzungen gehalten.

Es war ungefähr acht Tage vor Weyhnachtcn,als sich auf Anhalten der Schiedsrichter von Zugund Glaruo, und, wie es scheint, durch Veran-staltung des Eremiten, Vliclaus von der Flüc,die Eidgenossen zum lctztcnmale zu Stanz in llu-terwalden versammelten, um entweder zu denWaffen zu grciffen oder Frieden zu schliesscn. ZuStanz lebte ein frommer Priester, Herman imGrund von Lucern, des Eremiten Vertrauter.Als dieser unter den Gesandten je länger je mehrVerbitterung gewahr wurde, begab er sich in derNacht vierthalb Stunden weit zu dem Einsiedlerund kömmt erst in der Mittagsstunde zurück. Invollem Schweiße läuft er in alle Gasihöfe, wo sichdie Gesandten schon zur Abreise rüstete». Mit wei-nenden Augen konnte er endlich erhalten, daß sienoch die Ankunft des Eremiten erwarteten. Eben