Band 
Erster Theil.
Seite
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„ Geschrey rief ich um Hilfe. Der Mörder ganzausser sich, verwundete mir die Seite, nahm„ den Reißaus, und ließ mich halb todt liegen. Don„ den Herbeyeilenden Bauren ward ich in die nach-„ sie Hütte geschleppt; in äusserster Lebensgefahr„ empfieng ich das Nachtmahl. — Kaum daß das„ Gerücht den mißlungenen Meuchelmord ausbreis„ tete, flüchtete sich einer der jüngern Dohmherrcn,„ Heinrich von Moos, in Geheim nach Wallis.» Ungeachtet das Verbrechen ruchtbar genug war,» so wurde es gleichwol wenig geahndet. Der Meur„ chelmorder kam auf die Kirchcnversammlung nach„ Basel; daselbst erhielt er unter keinem andern» Beding Ablaß, als nur in so fern er dem Be-,r leidigten Genugthuung leiste. Hiezu war ich« geneigt, wofern er cydlich die Geschichte des„ ganzen Dorfalls aufdecken würde. Er that's in,, Gegenwart vor Zeugen in Beyseyn eines No-„ tars. „ — Wegen freyer Reden und Schriften warMalleolus den Lydgenossen sowol als dem Si-schofzu Roftnitz verdächtig Den 18 Fcbr. 1454.als eben von allen Orten aus der Eydgenoßschafteine grosse Menge Volkes auf den Karneval nachZürich gekommen war, fiel um die Mittagsstundeein Trupp Männer, von dem bischöflichen Vicarbestellt, in des Malleolus Haus; mit Gewalt warder auf das Richthaus geschleppt; zugleich wurdenseine Bibliotheck und sein Geräth auf die Seite ge-schaft. Um die Dcsperstunde ward er in Gegenwartvon mehr als zooo. Personen aufsein Pferd gesetzt;ihm wurden von unten die Füsse zusamen gefesseltund die eine Hand fast an den Sattel gebunden.