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Der bischöfliche Bediente nahm das Pferd beymZügel und führte den Malleolus aus der Stadtnach Gottlieben. Sonst behauptete der Rath inAürich, auch bey geistlichen Rechtshandeln, dievorläuftige Untersuchung; dießmal durft' es derRarh so genau nicht nehmen; einerseits schien näm-lich Malleolus in den Augen der Eydgenossen äuffferst vcrabschenenswürdig, anderseits wagte es derRath wegen der zahlreich anwesenden Fremden nichtgerne, diesem Bruche des Burgfriedens mit Nach-drucke zu wehren. Ungeachtet aller Fürbitte derösterreichischen Herzoge, ward der Doctor von demBischöfe auf ewig in ein dunkles Gefängniß ge-worfen. —
Bey so vielen öffentlichen sowol als Privatfehsden, in dem Flainmenwirbel immerwährenderKriege konnten die Rünste des Friedens wenighervorblühn.
Schon seit dem Xlten Jahrhundert hatte sich hieund da die Scholastick verbreitet. Damals hatteder schwäbische Graf von Beringen, ein Mönchtm Rloster Reichcnau, Hermannus Contractus,den Anstot aus dem Griechischen und besonders ausdem Arabischen übersetzt. Mit Grunde konnte mansagen, daß dein Erlöser von den aristotelischenSchullehrern auss neue eine Dörnerkrone insHaupt gedrückt worden. Noch Luther klagt hier-über: x) „Zwar bey unsern Zeiten war bös studie-ren ,» sagt er, „ da die Theologie und alle gute„ Künste verachtet waren. Aristotelen den Heyden„ hielt man in solchen Ehren, daß, wer ihm wi-r) S. Tischreden s. iy.