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regierten, sv entzogen sie sich selbst jedem weltlichenGerichtsstuhl. Um so viel »«gescheuter durften siesich jede Ausschweifung erlauben. Ulrich Trinkler,Abt zu Cappcl, machte sich kein Bedenken, selbstdie Klosterfrauen zu schänden; wegen ungeheurerVerschwendung ward er gezwungen, den Hirten-stak, niederzulegen. Im Jahr izog. kam er nachZürich. Im Jahr i;n. nahm er sich selbst ausVerzweiflung das Leben, e) Ohne Zweifel daß derpäpstliche Nuntius in der Schweitz durch Nach-sicht gegen das Laster zu dessen Begünstigung bey-trug. So z. D. absolvierte er einen Mönchen, ver-eine Nonne zu Fall gebracht hatte, k) Nicht nurfür sich selbst besaß er dieses Recht, als Afterleh'nübertrug er die gleiche Gewalt, z. B. im Jahr1516. an den Prälaten zu Wettingen. — Um sichund ihr Heiligthum in desto grösseres Ansehn zusetzen, täuschten hie und da die Geistlichen durchfalsche LMrackel.
Im Jahr 1507. stahl sich der Prior der Domr»nicaner zu Lern um Mitternacht, in einem fürch-terlichen Gewände, mit Teufelsfiguren bemahlt,in die Zelle eines jungen Layenbrudees , NamensJetser. Dieses vorgebliche Gespenst schleppte rasseln-de Ketten nach sich; es war von vier grossen, heu-lenden Hunden begleitet, und sagte zu Jetser: Nichtänderst werd' ich aus dem Fegfeuer befreyt, alswenn du aus Erbarmung dich einer Geiselung vordem Hochaltar unterzieh» wirst. Jetser unterzog
e) S. Hcinr. Hotting. Uik. LccI. 1 -. IX. zo 6 — zio undSimmlers Urkunden B. H. Th. II. Abschn.II. s. 4-15.
k) Hottiugers Handschrift!. Ilrelauru! 0 . 14. s. ,-g»