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sich der Geiselung. Nachts drauf erschien ihm dieerledigte Seele, in glänzender Hülle, und empfahlihm das Interesse der heiligen Jungfrau, derenunbefleckte Geburt von den Franziskanern streitiggemacht wurde. Einige Zeit hernach wurde ihmdie gleiche Angelegenheit von einem andern Mön-chen, unter der Larve der heiligen Barbara em.pfohlen. Diese Larve erklärte ihn als Heiligen undversprach ihm, daß er mit denselben fünf Wunden,wie die H. Lucia und Catharina sollte begünstigtwerden. Nachts drauf, als er mit Opium einge-schläfert worden, verwundeten die Mönche seineHände, Füsse und Seite. Ganz im Blute wachteer auf. Man versicherte ihn, daß diese Wund-male von der Mutter Gottes eingedrückt wor-den ; in diesem Zustand ward er auf dem Al-tar den Augen des Volks vorgestellt. Ungeach-tet seines Blödsinnes, glaubte der Layenbruder beyder Person der Mutter Gottes die Stimme desSubpriors bemerkt zu haben, und er fastete Arg-wohn. Nunmehr zauderten die Mönche nicht, ihnzu vergiften. Der salzigte Geschmack der vergifte-ten Hostie machte, daß er sie wegwarf; sogleich warder als Gotteslästerer in Fesseln geschlagen. Nach-dem er geschworen hatte, das Geheimniß der Bos-heit verborgen zu halten, ließ man ihn ledig; erentwischte und zeigte den ganzen Handel vor Rathan. Der Prozeß daurete zwey Jahre, endlich ge-schah der Spruch von einem päpstlichen Legatenund vier von den Dominicanern wurden im May-monat 1509. zum Feuer verurtheilt.
Hie und da hatten sich die Verbrechen einzelner