Band 
Erster Theil.
Seite
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„ mal von dem Fcgfeuer und selbst aus der Hölle» bcfreyt, um ewig bey einander im Himmel zuleben.» — Der Bischof von Rollstanz sah esungern, dast dieser geistliche Schleichhändler ohneseine Erlaubniß in seinen bischöflichen Bezirk tratund soviel Geld davon trug; auf seinen Befehl soll-ten ihn alle Pfarrer verweisen. Mit Gewalt kamer nach Zürich. Zwingli vermochte durch seinePredigt , daß er nicht den geringsten Abgang fürseine Waare fand. Auf die schriftlichen Vorstellun-gen der eydgenößifchen Taglcistung, die in Zürichversammelt war, sah der Papst sich genöthigt, denIndulgenzenkrämer heiinzuberufen.

Zwingli vereinigte in seiner Person den gefälli-gen Weltinann mit dem entschlossenen Helden undMärtyrer, den Mann von Geschmack und Lebens-art mit dem frommen Zeloten; als Feldprcdigerlebte er unter den Waffen vor Novarra und Ma-ngnan ; als guter Gesellschafter beym Saytenspielund im weiblichen Krayse; als Klostermann unterden Genien des elastischen Alterthums in einsamerZelle. So groß er indeß auch bloß als Gelehrtergewesen, so war er nicht weniger groß im thätigenLeben. Unermüdet und anfangs nicht fruchtlos warseine Bemühung, bald den Bifchof Hugo zu Rost-nitz, bald den päpstlichen Legaten, Anton Bure»cius gegen die Hierarchie zu empören. Nicht eherbis diese geistlichen Obern die Hand von demVerbesserungswcrk abzogen, glaubte er sich an dieSpitze stellen zu dürfen. Im Ienner 1519. thater die erste predigt zu Zürich, im vier und dreyßig-sten Jahre seines Alters. Wegen seines freymülh-