Band 
Erster Theil.
Seite
143
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am Ende ^eder auf seiner Meynung beharrke, soversprach man sich gleichwol beym Abschied gegen-seitige Freundschaft. Wie unsicher von LuthersSeite dieses Versprechen gewesen, mag unter an-dern» sein kurzes Bekänntniß vom heiligen Sa»cramenke beweisen. In dieser Schrift macht erdem Zwingli die bittersten Vorwürfe, daß er in derGlaubenserklärung an den französischen Aönigden Tugendhaften unter den Heyden nicht denZugang zum Himmel untersagt habe. — Um so vielmehr sollte diese Dcrkätzcrung befremden, da jaLuther selbst anderstwo den Tugendhaften unter denHeyden die Seligkeit zuspricht.

Mit diesem Federkriege gegen auswärtige Theo-logen waren in dem Schosse der Epdgenoßschaflthätliche Rricgesunruhen verbunden. — Den Un-terwaldnern konntens die Berner nicht verzeyhn,daß sie das Hasliland gegen die Obrigkeit und ge-gen die Reformation in Ausruhr gejagt hatten. —Nach dem Hinscheid des Abt Geißbergers zu St.Gallen waren voreilig die Zürcher mit den Glar-ncrn, wegen Sekularisirung der Atney, in Un-terhandlung getreten; äusserst wurden hierüber diebeyden andern Schirmorte der Abtey, Luzern undGchweitz, erbittert. Nicht nur hinderten sie dieGewissensfreyheit der gemeinschaftlichen Untertha-nen in den freyen Aemtern und im Thurgäu ; indem Kanton Schweitz wurden sogar an einigenBürgern von Zürich Gewaltthätigkeiten verübt,und ungeachtet aller Fürbitte, ein Pfarrer verbrennt.Schon war Anton Abacker von Unterwaidenbereit, als Landvogt in Baden einzureitcn, und