Band 
Erster Theil.
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sowol dem Farel als dem Iusiam das Predigenfrey stehn solle, und sie begnügten sich, jedem dasSchmäh« zu verbieten. — Aus einer Handschriftdes Ioha-n le Tomte, Pfarrers zu Granson,sieht man, daß in dieser Herrschaft und zu Orbedie Gewaltthätigkeiten, welche die Religionotren-nung erzeugte, so weit gegangen, daß selbst einBruder den andern durchbohrte.

In Lern selbst, und besonders in .".strich hattesich nach der Niederlage bey Kappel die Anzahlder geheimen Catt olicken vermehrt. Die Zürcherhoste der Papst durch seinen Legaten Ennius wie-der unter den Stab der römischen Kirche zu brin-gen. Da es ihm fehlschlug, so spann er einenBund zwischen den katholischen Nantons, demheiligen Stule und dem Rayser an. Unter demDorwande, zur Bestätigung ihrer Freyheiten, ei-gentlich aber um Anschläge zur Unterdrückung derRcformirten zu machen, schicken die katholischenRamons Gesandte zum Rayser. Die feindseligenEntwürfe wurden vereitelt, als die Türken in Un-garn einfielen, und Rarl V. sah sich im Zahrizza. zum Frieden mit den Protestanten genöthigt.

Hie und da hatten sich aufs neue die Wieder-täufer verbreitet. Schlauer Weise gestattctete ih-nen in Solothurn die katholische Parthey denZugang, um sie mit der reformirten Partheyins Handgemenge zu bringen. — Dieser Kantonhatte den Lernern in dem Kappelcrkriege Hilfsvöl-ker zeschickt. Nunmehr federten die V. katholischenRantons, daß Solotlnun entweder tausend Gold-gultcn an die Kriegeskosten bezahle / oder sich M