Band 
Erster Theil.
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aus. Goulas zog gleichfalls den Degen und ver-wundete den Chorherrn. Dieß geschah im Jahr15Z2. — Als Farel nach Genf kam, so rissen ihndie Genfer auf einen öffentlichen Platz hin, umihnen zu predigen; es entstand ein gefährlicher Aus-rühr. Ein Chorherr, dergeharnschteinen SchwärmCatholicken anführte, ward ermordt, und sein Todtstürzte die Stadt in neue Tumulte. — Im Jahri;;z. sah sich Farel genöthigt, Genf zu verlassen.Die reformirte und katholische Parthey warendamals ungefähr gleich stark. Ein Franziskaner,Namens Christoph Boguer, wußte mit solcherSchonung zu predigen, daß seine Kirche von bey-den Partheyen häufig besucht ward. Endlich er-klärte er sich deutlicher gegen die Messe; auf Zu-bringen der Freyburger gaben ihm die Genfer denAbschied. Im Jahr i;zz. erlaubte der Magistratden Druck der Lidel in der Muttersprache. Indiesem Jahre fehlte es den Reformierten in Genfan einem Prediger. Hiezu crwälten sie einen from-men Strumpfweber, Johann Guerin, der ihnenzum erstenmale das Nachtmal in einem Gartenaustheilte.

Freytags den 28. März sollte der Rath sich ver-sammeln , um über den Zustand der Religion zuberathschlagen. Dieß suchten die Geistlichen in Genfzu verhindern. In der Nacht vorher begaben sich720. bewaffnete Männer zu dem bischöflichen picar,und unter dem feyerlichsten Eidschwur verbinden siesich. alle Resormlrten zu würgen. Selbst einigeSyndicks befanden sich in dieser Verschwörung. —durch einen gutherzigen Priester wurde sie den