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Reformirten verrathen. Ungefähr sechzig von die-sen bemächtigten sich der deutschen Gasse; nach undnach vermehrte sich ihre Anzahl auf zweyhundert;sie bezeigten so viel Entschlossenheit, daß der Chor-herr dc Vegia, der die Zusammcnvcrschwornen an-führte, keinen Angriff gegen sie vornemmcn durfte.— Zufälliger Weise befanden sich in Gmf zweenHandelsmänner von Freybnrg. Durch ihre Ver-mittlung wurden beyde Partheyen besänftigt. DerHauptpunet des Vergleichs brachte mit sich: Daßman in den Predigten nichts vortragen solle, wasnicht klar in den H. Büchern gegründt sey. —dieser einzige Punct versicherte die Refornllrtcndes 'Siccfts.
Zu gleicher Zeit herrschte auch in Lausanne ähn-liche Verwirrung. Als diese Stadt, vermög derVerträge, den Sernern Hilfstruppm gegen die V.katholischen Rantons zugeschickt hatte, wünschteein Priester ab der Kanzel, daß alle diese Solda-ten zu Grund gehen möchten. Die Dbrigkeit woll-te ihn strafen; von den Chorherren ward er be-schützt. — Voll Muthwill ergreift ihn die Jugend,schleppt ihn unter Geiselhieben über die Strassenund läßt ihn vor der Thüre des Scharfrichters lie-gen. — Es entsteht ein Streit zwischen der Geist-lichkeit und zwischen den Dürgern; für diese hattesich Dern, für jene Frcrbllrg erklärt.
In einem neuen Tumulte zu Gn»f wurde derChorherr wernli, von Frcz'burg gebürtig, erschla-gen. Dieser Kanton erhielt von den Gcnfcrn,baß sie ihren Drschof zur Untersuchung des Han-dels in die Stadt einladen müßten. Sogleich ließ