164 > —
Nunmehr wurde, auf Befehl des Genfer-Rathes,zwischen Furbili und Farci eine theologische Dispu-tation angeordnet. Auf die Disputation folgteein Aufruhr. Ein armer Hutmacher wurde in sei-ner Krambude erschlagen. Bey fünfhundert Re,formirter eilten auf's Rathhause. — Dieß ist dievierte oder fünfte Empörung, schrien sie, welchevon der Priesterschaft erregt worden! Wir sind esmüde, und kommen zur Unterstützung der Syndics.— Zween von den Handelsiiftern wurden ertappt.Dem einen, einem Schuster, wurde das Haupt ab-geschlagen; der andere, Namens Portier, behaup-tete, daß er als bischöflicher Schreiber, keinen an-dern als dem bischöflichen Gerichte unterworfenseyn könne. In seiner Tasche fand man eine Men-ge Papiere, theils von dem Herzog von Sauoi,theils vom Bischof unterzeichnet, unter andernein Billet, vcrmög dessen d'-eser letzkre einen Raths-herrn von Freyburg zum bischöflichen Statthalterund zum Rächer seiner Feinde erklärte. Dieß Bil-let ward unterm 12. Ienncr t;Z4- datirt. Ganzwurden nunmehr den Genfern die Augen geöffnet.Ungeachtet aller Fürbittschreiben des Bischofs lies-sen sie seinen Schreiber aufknüpfen. Um der Obrig-keit zu r>ern Genugthuung zu geben, wurde Fur-diti ins Gefängniß geworfen.
Itzt verlangte Bern, daß man in Genf einemreformirien Prediger eine von den Rirchen an-vertraun möchte. Aus allerley Besorgnissen zauder-ten die Genfer; endlich wagtens einige Reformir«te und führten den Farel in das Franziscanerklo-ster; daselbst predigte er den i. März l 5 Z 4 - zuerst