Band 
Erster Theil.
Seite
167
JPEG-Download
 

—- 167

Gegend; von der einen Seite wurde die Stadt vondem Adel von Chablais und aus dem wart.lande, von der andern Seite von Savopen ge-ängstigt. — In dieser gefährlichen Lage erhieltendie Genfer, unterm 17. März 15z;. ein Schreibenvon den fernern, mit Vcrdeutcn, daß sie auf ih-re Beyhilfc in den itzigen Umständen keineswegszählen sollen. Voll Verzweiflung wendeten sich dieGenfer an den Rönig in Frankreich. Franz l.begünstigte sie gegen den Herzog von Savoyen.Nicht nur lag er mit diesem, wegen des mütterli-chen Erblhcils, im Streite, auch hatte ihm derHerzog zur Wiedcreroberung von Mayland denweg durch viemont gesperret. Mit außerordent-licher Tapferkeit schlugen sich die französischenTruppen durch das siwotsche Rriegeshcer; auchvon Neuburg hatten die Genfer Hilfsvölker erhal-ten ; nunmehr zauderten die Lerner nicht längerund zogen gleichfalls im Jahr r;z6. gegen densavotschen Herzog zu Felde. Während dessen die-ser auf der einen Seite von dem Rönige in Frank«reich bestürmt war, so ward er auf der andernSeite von den Lernern, den Frcyburgern undwallisern bestürmt. Umsonst daß die übrigen Eyd-gcnosscn die Wuth des Krieges zu besänftigen undihre Vermittlung zu empfehlen bemüht waren! In-ner vierzehn Tagen wurden die ganze walt, diesavoischen Ufer des Genferfte, das Land Gex u. s. w.erobert. Auch die Scadt Lausanne, deren Bischofsich entfernt und zu dem Herzog geneigt hatte, er-gab sich. Nunmehr eigneten die verlier die bi-schöflichen Rechte sich selbst zu. Das Bistum