Band 
Erster Theil.
Seite
178
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Nacht hervorgeht,. Welch allgemeine Gährung!Fürchterliches Wetterleuchten! Heftiger Kampf zwi-schcn Licht und Finsterniß! In irrdischer Gestaltschienen Miltons gute und böse Dämons zu strei-ten/ auf der einen Seite die römischen Oberprie-sier/ auf der andern Seite die Reformatoren. DasSonnenlicht/ von diesen letztem an den entwölk-ten Himmel gestellt / hie und da bald durch tau-schende Nebensonnen kühner Freygeisterey / balddurch die blutigen Lufterscheinungen des wiedertau-ferschcn Aufruhrs verdunkelt! Endlich siegen nachzweifelhaften Ringen Licht und Freyheit über Bar-barcy und Knechtschaft. Freyheit befördert dieAufklärung/ und Aufklärung mäßigt die Freyheit.

In diesem Zeitraume befand der menschliche Geistsich in einer Art Kindheit. Das Gedächtniß wardie erste und vornemmste Fähigkeit/ die man übte.Anstatt, wie die Jugend der Welt/ die Narur selbstzu beschauen / bediente man sich eines Hilfsmittels/dessen die ersten Menschen beraubt waren; nichtim Urbilde nur in tausendfachen Ropeyen wurdenWelt und Natur beobachtet. Man begnügte sich /in den Schriften der Alten nur zu lesen / was diesein der Natur selbst sahn. Die claßischen Schrift-stellet wurden übersetzt und erläutert. Das herr-schende Studium derselben schien in Dcrgleichungmit dem Studium der Natur/ was beyin Zeichnendas Studium der Kupferstiche in Nergleichung mitder Nachahmung des Originals ist. Schwächerund lebloser, gleichwol auch leichter und ausgebrei-teter ist der Einfluß des erstem. Mehr nach denAllen als Originell wie die Alten dachte und schrieb