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terdrückung der Protestanten in Deutschland. —Auch in Lonstanz hatte sich die reinere Lehre verrbreitet. Schon um das Jahr 1510. hatte dieseStadt den Zutritt in die rydgcnötzischc Verbindungverlangt. Durch die Eifersucht einerseits der demo-kratischen Kantons, anderseits der schwäbischenStande wurden diese Entwürfe vereitelt. Inzwi-schen war Constan; zur Behauptung der Refor-mation, mit.Zürch und Bern in ein Burgrechtge-treten; dieses Burgrecht aber wurde nach dem fa-talen Ansgangc des Kapelerkriegcs zernichtet. Ih-re Religtonsfreyheit beruhte nunmehr allein aufdem Glücke des schmalkaldischen Bundes der Pro-testanten in Deutschland. — Im Jahr 1548. schriebRarl V. auf dem Reichstage zu Augsburg, mit-ten unter seinen Truppen, den Religionsfriedeiivor. Umsonst baten die Lostnttzischen Gesandtenum gelindere Bedingnisse; ihre Einwendungen ver-bitterten den Nayser; den 5. August. 1548. ließ erdie Achtcrklärung gegen Costnitz ergehn und schonvorher war in Geheim die Zurüstung zu feindlichemUeberfalle gemacht. — Auf dunkle Anzeigen hinwurde die Bürgerschaft in der Nacht unter Waffengestellt. Bey Anbruch des Tages fiel der Feind indie Vorstadt. Jtzt ward er zurücktrieben. Nachgecndigtem Tumulte schienen die Bürger mehr vonder Bcsorgniß eines neuen Angriffs erschüttert, alsdurch die itzige, unvcrhofte Rettung ermuntert. DerPöbel fluchte dem Rath und der Geistlichkeit, diefruchtlos zur Behauptung der leiblichen und geistli-chen Freyheit aufforderten. Die Thurgauer, diezu spate mit ihrer Hilfe hcrbeyciletcn, waren in der