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schen vogteyen der Kantons. In Locarno wardie Anzahl der Reformirten schon sehr groß. Vonden reformieren Rantons sahn sie sich begünstigt,von den calholischen hingegen wurden sie in ihrerReligionsübung gehindert. Schon befürchtete manden Ausbruch eines einheimischen Krieges. DieLo-carner schrieben an die Reformirten Rantons: Frey-lich würde ihnen die Gcwisscnsfreyheit in ihrem Na-teriande das theuerste Geschenk seyn: tausendmallieber aber wollen sie darauf Verzicht thun als durchBehauptung dieses Kleinods die Eintracht zwischenden Eydgenossen zerstören. — Nach verschiedenenTagleistungen fällten unterm December i;;;> dieGchtedrichtcr von Glarus und rippenzell woselbstvermischte Religion herrscht, folgendes Urtheil:»Die Reformirten Locarner sollen nebst Hab und„ Gut inner drey Monaten weg ziehn und die» Freyheit haben, sich zwar in den evangelischen» Städten, nicht aber in den VH. Kantons oder-,, in den gemeinen Herrschaften niederzulassen; an-x» bey soll ihnen nicht verwehrt seyn, ihrer Geschäfte„ wegen nach Locarno zu kommen.» — Bey sechzigsowol adelichen als andern Familien, in allem 211.Seelen, verreisten hierauf im herbsten Winter vonLocarno und setzten sich in den evangelischen Kan-tons , die mehrern in Zürich.
Zu der Zeit da der Religionssturm in der Eyd-genoßschaft besänftigt wurde, verbreitete er denfurchtbaren Fittig über das benachbarte Frankreich.Durch die Verfolgungen der Hugenotten unterHeinrich II. wurden die Kantons Zürich und Dcrnabgeschreckt von der französischen Sundesrmeucrung.