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beendigt. Gleich der Wache auf Golgatha achte-ten verschiedene Lehrer Christum selbst nicht mehr,und sie begnügten sich um seine Rleider zu spielen.Daher so frey anfangs das Reformationszeitaltcrgewesen, so steif und pedantisch gegen der Neige.Mit Gcnicpinsel, in kühnem Umrisse ward von denersten Glaubensverbefferern das göttliche Bild derWahrheit entworfen; ängstlich und kleinfügig istdie Copey ihrer frostigen Schüler. Gleichsam alshatten die Reformatoren zum voraus die nachthei-ligen Folge» aUzuenger Lehrformen gesehn, gren-zen sie nur nothgedrungen daran, Wahrheitssinnund Freyhcitsgeist im geringsten einzuschränken;wenn's auch geschah, so paßten sie vielmehr Formund Kleid dem Leib an, als daß sie diesen unterjenen erdrückten. Beweis hievon giebt die Geschich-te der helvetischen Glaubenobekannkniß. In Lud-wig Lavaters bullingcrscher Lebensbeschreibung fin-den wir hievon folgende Nachricht: „ Im Jahr« 1566. ist von eydgenößischen, evangelischen Städ-» ten eine Confeßivn und Bekänntniß ihres Glaur„ bcns ausgegangen, und zwar deswegen, weil„ etliche vorgaben, daß sie selber in ungleiche Lehr-„ mcinurgcn getheilt seyn, ohne Grund und Berweis. Da sahn es etliche verständige Leute für» gut an, daß man die Lehre, wie sie bisher von» Zwinglis Zeit an zu Zürich geehrt worden, kürz-„ lich in Schrift verfasse und öffentlich bekannt ma-„ che, damit man den Mißgünstigen das Maulstopfe, welche das Gegentheil ausgeben. Diese„ Confcßion ward nach Bern und Genf und Schar-» Hausen geschickt und an allen diesen Orten gcneh-