Band 
Erster Theil.
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reformirten Rantons verdächtig. Den ro. De-cember 1580. langte er zu Bern an. Eben wardas Volk zu Anhörung eines Todesurtheils zahl-reich zusammengelaufen. Der Nuntius kam mitseinem Gefolge, wobey sich ein Stadtreuter vonLucern, viele Priester und andre Personen befan-den , nicht durch die Menge; er stieg also bey demnachstgelegcnen Gasihofe ab. Sogleich ließ ihm dieObrigkeit durch ihren Schultheiß vcrdcutcn: Esbefremde sie, daß er, als offenbarer Feind der re-formirten Kantons und ihrer Kirche, ohne Erlaub-niß ihr Gebieth zu durchreisen gewagt habe. —Sogleich nach dem Mittagessen mußte er sich weiterbegeben. Bey der Abreise wurde er mit seinemBegleite von muthwilligen Jungens mit Schnee-bällen und Schimpfworten verfolgt. Für dieseUnbesonnenheit wurden sie zu gehöriger Strafegezogen.

Wegen der erlittnen Beschimpfung jagte der Legatdie katholischen Rantons so sehr in Harnisch, daßnicht ohne grosse Muhe ein einheimischer Krieg ver-hindert wurde. Auf einer eydgenößischcn Taglei-stung wurden von den unpartheyischen Kantonsbeyde Partheyen verhört. Die Ratholicken erklär-ten die Wegweisung des Legaten als Verletzung desGesandtschafts. und Völkerrechtes; die Verner hin-gegen klagten, daß der Bischof als Friedensstörer,nicht als Gesandter, ohne einige Ankündigung, zuihnen gekommen sey. Nach weitläufigen Unter-handlungen mußten sich beyde Theile zum Still-schweigen verstehen.

Auf Anstiften der päpstlichen Abgeordneten ward