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Den 20. May 1581. beklagte sich Bern auf dereydgenößischen Tagleistung über die feindseligenAnstalten des savoischen Herzogs. An diesen wur-den eydgenößische Gesandte geschickt, die aberwenig ausrichteten. Auch gicng das Gerücht, daßder Herzog von den V. catholischen Rantons wer-de unterstützt werden. — Ein neuer Verräther be-redete den Herzog, daß er noch mehr Truppen zu-sammenzog und in Genf einige Bürger zu beste-chen suchte. Unter diesen war der Hauptmann Lance,dem die Vorstadt St. Gervais zur Verwahrung an-vertraut war. Derselbe nahm Geld, so viel manihm anbot, entdeckte zugleich aber alle feindlichenAnschlage der Obrigkeit. Ein Delphinat, der sichzu Thonon niedergelassen hatte, rühmte sich einesheimlichen Verständnisses mit den vorncmmstenGcnfern; auf seine Versicherung hin dachte dersavoische Graf, Sernhardin von Ranconis, aufeinen Ucbcrfall der Stadt Genf. Dem Dclphina-ten war bange; er sah wol vor, daß, wenn derHandel fehl schlagen würde, es um seinen Kopfgeschehn sey. Heimlich stahl er sich von dem Gra-fen hinweg und flüchtete sich nach Genf. Hier-über betroffen , durfte der Graf, ungeachtet desempfangenen Signals und der geöffneten Stadtthor,keinen Versuch auf die Stadt thun. — Auf Ver-mittlung sowol der eydgenößischen als der fran-zösischen Gesandten wurde ein Waffenstillstandgetroffen. —
Den 22. Julius 1582. hatten die IX. Rantons(mit Ausnahme von Zürich und vern,) ihre Ver-bindung mit dem französischen Könige, Heinrich