Band 
Erster Theil.
Seite
227
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Veiten Frieß, ein sonst angesehener und einsichtsvollerMan, hatte sich aus Eifersucht und Neid an das Hauptder Verschwörung gestellt; den r;. Julius ward er inden Walkenthurm geworfen; nach seiner Erledigungfraß ihm der Verdruß das Herz ab, er starb undwurde mit bürgerlichen Ehren bestattet. — Die mei-sten von den Gefangenen wurden auf eydliche Treu-leistung hin nach und nach ledig gelassen. Von dentkydgenossen wurde aufs neue ein Rath erwählt.Hartnzann blieb Bürgermeister; von dem mißver-gnügten Haufen behielten nur fünf Personen ihreStellen im Rathe; die übrigen wurden entsetzt.Der neue Rath sowol als die ganze Bürgerschaftmußten den Eydgenossen schwören. Im Nam.men der Rantons übergaben die Gesandten demBürgermeister Hartmann das Stadksiegel, auchüberliessen sie dem Rathe die Vollmacht, in bürger-lichen und peinlichen Fallen, wie bisher zu richten;ausschließend hingegen anvertrauten sie das Arft-geswcsen dem eydgenößischen Kriegesrath. — AlleWeibspersonen in der Stadt wurden in dem Mün-ster versammelt; daselbst erhielten sie wegen ihrerAufhetzungen derbe Verweise und dringende Ermah-nungen , daß sie sich künftig auf die häusliche Wirth-schaft einschränken und nicht in die öffentlichen Staats-angelegenheiten einmischen sollen. Eben so wurdenauch die Mannspersonen absonderlich zur Ruhe undEintracht ermähnet. Nunmehr verreiseten die eyd-genößischen Gesandten, mit den Segnungen desganzen Volkes begleitet. Ihre gemachten Anstaltenwurden den 2;. September auf der Tagletstung zuArau bestätigt. Zur Sicherheit -er Stadt blich in