Band 
Erster Theil.
Seite
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Wahrend dieser müllhausischen Streitigkeiten hat-ten sich die V. alten katholischen Rantons nebstFreyburg ;ur Dcschützung sowol ihres Glaubensals ihres Gebiets mit Spanten in eine für die Re-formirten sehr verdächtige Verbindnug begeben.Mit gleich übertriebenem Eifer neigten nunmehr sichdiese, zwar ohne Erlaubniß, jedoch auch ohne Ver-hinderung der: Obrigkeit, auf Seite des Aönigesvon Navarra und der Huaenoten ii» Frankreich.Bey vielen taufenden zogen sie nebst den Bündtnernund den Deutschen ins Dauphtne; mit den zu ih-nen geflossenen Hugenotten ein Heer von 40000.Mann; bey Verschiedenheit der Sprache und desNationalcharacters, beym Mangel eines allumfas-senden Heerführers und einstimmigen Entwurfesentstanden Mißvergnügen und Verwirrung; nachziemlichem Verluste entschlossen sich die Evdgenossen,da sie einerseits von dem Könige von Navarra nichtunterstützt, anderseits aber von dem König in Frank-reich durch falsche Versprechungen verblendt wurden,ganz regellos zum Heimzug. Mit Grunde warensie auf den sonst so geliebten König von Navarrahöchst unwillig geworden; in den Armen der schö-nen Gräfin von Guiche hatte dieser den schicklich-sten Zeitpunct zur Vereinigung mit den Eydgenossenverabsäumt. Der Kanton Zürich war über seine ausge-zogenen Hauptleule so erzürnt, daß drey derselben zumSchwerste verurtheilt wurden, und andere nur durchdie Flucht ihr Leben retteten. — Bis an die Gränzender Eydgenoßschaft hatte der Herzog von Guise allesverwüstet, und nicht ohne grosse Behutsamkeit wurdendie Kciegessiammen von den Kantons entfernt.