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Unter allerley Vorspieglungen suchte zu Anfangdes Jahres i;88. der Röntg von Navarra die er-bitterten , reformtrten Eidgenossen wieder zu be-sänftigen. Da er dießmal keine thätige Beyhilfeforderte, so wurden seine Abgesandten zu Bern mithöflichen Worten entlassen.
Bey der allgemeinen Verwirrung schützten sichnunmehr III. Städte Zürich, vern und Straß-burg durch gegenseitiges Bündtniß.
Um diese Zeit hatte der Herzog von Guise unddie so genannte heilige Eigue den höchsten Gipfeldes Ansehns erreicht. Endlich erwachte Heinrich III.aus dem Schlummer; er erfuhr, daß die Schwe-ster des Herzogs von Guise, die Herzogin von Mon-pensier» schon zum voraus etlichen Vertrauten diegüldene Scheere gezeigt habe, mit welcher der Kö-nig sollte bescheren, und hernach wie ein unthätigerChilperich ins Kloster gesteckt werden. Den 2z. De-cember 1588. ließ er den allzufurchtbar gewordenenHerzog von Guise, und bald hernach seinen Bru-der, den Rardinal, mit Gewalt aus dem Weg räu-men. In der hierüber entstandenen Verwirrungsuchte der Herzog von Savoy, Carl Emanuel, imTrüben zu fischen, und bemeisterte sich der Graf-schaft Saluy Damit hatten die Franzosen einenwichtigen Waffenplatz und den letzten Durchpaß nachItalien verloren. Diesen kriegerischen Ueberfaüwoll-te der Herzog bey dem Dapste dadurch beschönigen,daß er vorgab, er habe sich nur deswegen der Graf-schaft Galutz bemeistert, weil sie sonst sehr leichtvon den Hugenotten im Dauphine hatte können er-obert werden. Der Papst aber ließ ihm »erbeuten,