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wenn er ein so grosser Eiferer für die Religion sey,so soll er lieber gegen Genf und Lern die Waffenergreiffen. Nicht vergeblich ließ der Herzog sich die-ses gesagt seyn. Ends des Jahres i;88. machteer einen blutigen Anschlag gegen Lausanne. Schonsechs Jahre vorher hatte sich der lausannische Bür-germeister, Jobrand Daux, und dessen Sohn,Georg Daur, an dem savoischen Hofe gegen einJahrgehalt zum verrath der Stadt anerböte». Jtzosollte der Plan mit allem Ernste ausgeführt wer-den. Um so viel mehr Anhang fanden die beedcnDerrather, da der Herzog der Stadt nebst der Ge-wissensfreyheit ein eignes Münzwesen zu bewilligenbereit war; sonderhcitlich liessen sich in die Ver-schwörung viele Lausanner verwickeln, die nachgelungenem Streiche nicht nur die Befreyung vonihren Schuldgläubigern in Bern, sondern auchden Besitz der umliegenden, bernerfchen Landgütererwarteten. — Schon hatte der Herzog an den Grän-zen Truppen versteckt, und in Geheim Schiffe aus-gerüstet, fünftausend Mann waren in Maylandgeworben, .und im Namen des Königs in Spa-nien wurden sowol dieBündtner als auch die Her-zogen von Florenz und Ferrara um Hilfe gebet-telt. Mit der Gewalt hatte man Schlauheit ver-bunden. Der Bürgermeister sollte aus seinem Hau-se in der Vorstadt, in welchem man leicht 400.Man verbergen konnte, nach der Stadt ziehn. DasFranziscanerkloster sollte, unter dem Dorwande derBauverbesserungen, von allen Pfründern geleertwerden. Durch die Kellerthüre sollten vom See herbey 800. Mann sich cinschleichen. Bey ihrer plötz-