Band 
Erster Theil.
Seite
236
JPEG-Download
 

2z6

Hauptleute gewonnen; hierauf begab er sich aufBern; daselbst stellte er vor, die Besoldung desKriegcsheercs steige monatlich auf 152000. Gulden,und kaum bleibe noch für einen Monat Geld in derCassa Nicht ohne bittern Verdruß sahn sich dieBerner in ihrer Erwartung betrogen; indeß liessensie geschehn, daß die Rrtegesvölker nach Frank-reich geführt wurden; dieselben sollten (wie vonSancy vorgab) mit den Navarrischcn Truppendie ssigue bezwingen, und hernach Zavoycn mitvereinigter Macht desto nachdrücklicher bekriegt wer-den. — Mittlerweile waren Genf und Bern weni-ger auf neue Eroberungen als auf Behauptung deralten bedacht; durch tauschende Fricdensvorschlägesuchte sie der Herzog von Savoyen in Schlummerzu wiegen. Zu gleicher Zeit aber verübte er gegendie Genfer thätliche Feindseligkeiten. Die Bernersahn sich also aufs neue Zur Ergreifung der Waf-fen genöthigt. — Den ;. Junius 1589. erfochtenunweit der Festung riroe 5c» Genfer bey vier Stun-den lang gegen zooo. savoische Fußkncchte und ivoo.

Reuter einen glänzenden Sieg.-Schon war

das bernersche Heer bis nach Lausanne vorgerückt,um den Genfern Hilfe zu leisten. In äussersterVerlegenheit bat der Herzog um einen Waffenstill-stand , der ihm zu größtem Verdruss« der Haupt-leute von den Berncrn bewilligt wurde. Die Gen-fer setzten den Krieg allein, und mit glücklichemErfolg, fort. Nach Derfluß des berncrschen Waf-fenstillstandes vereinigte sich mit ihnen das berner«sche Rricgoheer. Ungeachtet ihrer siegreichen Waf-fen hatten die Berner und Genfer dem Herzog