Band 
Erster Theil.
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einen neuen Waffenstillstand bewilligt. Wahrenddesselben verstärkte sich dieser; ganz unvermuthetbemächtigte er sich seiner Verlornen Länder. — Un-terstützt von den Kantons und von den Bündtnern,eilten die Berner bewaffnet ins Wattland. Zugleicher Zeit aber arbeiteten die gegenseitigen Ge-sandten zu Neust an einem Friedensvergleiche.Nicht ohne eifersüchtige Besorgniß für Maylandsah der König in Spanten, wie sein Eydam, derHerzog von Savoi seine Eroberungen ausbreitete.Der spanische Bottschaster also traf eine Aussöh-nung zwischen Bern und Gavoyen. Die Genferallein waren nicht in dieser Aussöhnung begriffen.— Ueber diese Ausschliessung steckten voll Unwillendie Bürger zu Bern ihre Köpfe zusammen undab öffentlicher Kanzel wurden sie von den Predi-gern zur Beschützung der Genfer, ihrer Glaubens-brüder, in den rührendesten Ausdrücken ermähnet.Den 9. October 1589. sollte der ausschliessende Frie-densentwurf vor dem grossen Rathe entweder ver-warft n oder bestätigt werden. Durch öffentlicheSchreiben wurde von den wallisern die Bestäti-gung, die Verwerfung hingegen von dem KantonZürich, von Herzog Casimir aus der Pfalz undvon dem französischen Gesandten empfohlen. Per-sönlich erschien vor der Rathsversammlung Mi-chael Roset. Durch seine Beredsamkeit gelang esdiesem ehrwürdigen Greisen, zu Gunsten seinerGenfer den grösser» Theil des Senats dahin zubringen, daß zwar dem savoischen Herzog ein bil-liger Frieden sollte angetragen werden, jedoch ohneAusschließung der Genfer.