Band 
Erster Theil.
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wurde verweigert, indeß ihnen sonst alle nachbarli-che Freundschaft versprochen.

Inzwischen waren die französischen Waffen soglücklich gewesen, daß endlich unterm 17. Jenaer1601. der Herzog von Savoycn zu den ungünstig,ften Friedensbedingnissen genöthigt wurde. Um-sonst suchten die Genfer auch ihren besondern Vor-teil bey diesem Vortrage. Der Rönig in Frank,reich behauptete, sie durch Schleifung der savoyi-schcn Festung Sanct Latharina genugsam beruhigtzu haben. Unterm rz. August that er zu ihrenGunsten folgende, öffentliche Erklärung: Ungeach-tet Gens in dem letztem Friedcnsvergliech von Lionnicht namentlich eingerückt worden, so gründe sichdieser Vcrgliech auf den vorhergegangenen zu Vcr-vins, und kraft desselben lasse er den Gcnfcrn diegleichen Vorteile angedeihcn, wie den übrigen eydsgcnößischen Bundesgenossen.

Nichts lag nunmehr Heinrich IV. naher am Her-zen als die Erneuerung des Sundes mit den sämt-lichen Rantons. Soivol das Ausbleiben der ver-sprochenen Geldsummen als die heimlichen Rankeder Spanier hatten bisher alle seine Bemühungenvereitelt. Unversehens langte unterm 8. Jen. ,602.der Marschal von Biron, als königlicher Bevoll-mächtigter, mit dem glänzendesten Gcfolg in derSchweiz an. Oft hatten an seiner Seite die Eidge-nossen gestritten; sie waren Zeugen seines Helden-Muthes, so wie er des ihrigen gewesen. Gegenseitigvon den gleichen, heroischen Gesinnungen beseelt,neigten sich ihre Herzen gegen einander. Als diegesamten Eidgenossen und zugewandten Orte den