26z
würden: — Das Strafgericht zu Chur abzuschaffenund die gefällten Urthcilfprüche desselben als ungül-tig zu erklären, — einem jeden nebst sicherm Geleiteunpartheyisches Recht angedeyhcn zu lassen, und durchBriefe und Siegel für alle Zukunft solche Unfugenzu hindern. —
— Während dieser Kricgcszurüstungen fieng inPündtcn die französische und venezianische Par-they an, wieder freyer zu athmen. Zu ihrem Schurtze eilten aus den veltlinischen und Clevischen Bersatzungen etliche Fahnen nach Lhur. Dieser be.waffnete Haufe zerriß die neulich gemachten, so ge-heißenen Moderationsbriefe und verfertigte anderezur Bestätigung der einmal eingegangenen Verträge.— Caspar Bacelga und der oben erwähnte GeorgBeli wurden an die Folter geschlagen; sie bekennten,daß sie mit spanischem Gelde bestochen worden, undwurden zum Schwerdte verurtheilt. — Von Churverlegte man nunmehr das Strafgericht nach Ilanz.Um nicht müßig zu sitzen, sandten die alten Straf-rtchter zu Chur vierzig von ihren Trabanten auf denBundestag, um den Franz paravicin, einen Veit.liner gefangen zu nehmen. Ganz sorglos zechtendie Trabanten im Gasthofe; mittlerweile nahmen ih-nen die Einwohner zu Davos die Waffen und ausihren Klauen befreyten sie den paravicin; wegendieses Verfahrens rechtfertigten sie sich sogleich beyden benachbarten Gemeinden. — Durch verschiedeneKrümmungen gicngcn die geäffcten Trabanten, mitschweren Dränungen, auf Chur zurück; sie erweck-ten einen solchen Sturm, daß nicht nur die Straf-richter mit ihrem bewaffneten Haufen, sondern auch