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sandte von Zürich, Luzcrn, Gchwyy und Gla«rus reiseten sowol auf svinterlhur als auf Zraucn-seid, und nach Beschaffenheit der Umstände belegtensie sowol die unmittelbaren Angehörigen von Zürichals die Thurgäuer mit Geldbusscn, und zwar mitausserordcntlicher Gelindigkeit.
In diesem Jahre 1610. brach zu Genf eine neueverrälhcrey aus. — Johann Camal hatte beyder Ueberrumplung der Stadt im Jahre 1602. seinLeben für Vaterland und Freyheit geopfert; so großseine Verdienste um den Staat waren , so verderb-lich war für denselben sein Sohn , Peter Camal,geworden. Um sich wegen eines Rcchtshandcls ;nChambery Freunde zu erwerben, unterhielt er mit ei-nem savoyschcn Beamten einen vcrrätherischcn Brief-wechsel. Nach Entdeckung desselben ward er denn. Jenner i6ic>. in Verhaft gesetzt. Ausser seinesgeheimen Verständnisses mit Philipp Blonde! warder auch der Knabenschändercy überwiesen; seine Gü-ter wurden eingezogen und er selbst erstlich gerad»brecht, und hernach bey kleinem Feuer gebraten.
Nach Heinrichs IV. Hinschcid legten sich die Re-gentin in Frankreich, der Pabst und die italiänischenStaaten so kräftig bey dem König von Spanienins Mittel, daß er seinem Statthalter zu Mapland,dem Grafen von Fuentes, Befehl gab, rund umhermit den Nachbarn Frieden zu halten. Don dieserSeite also gesichert, rüstete sich der Herzog von Sarvoyen zum Kriege gegen Genf und das lpattland.Die Berner und Genfer setzten sich mit ihren Bun-desgenossen in gute Gegenverfassung. Ungeachtetaller Versuchungen von savoyschcr Seite, verspra-