chcn auch die catholtschm Rantons allen eidge.nößifchc» Beystand. Cowol von Frankreich undEngland als von einer allgemeinen, cidgcnößvchenTagleistung wurde der Herzog von Savoyen zurAufhebung aller Feindsiligkeitcn ermähnt. Mittler-weile hatten die Genfer von den Hugenotten inFrankreich und von den Churfürsten zu Branden,bürg beträchtliche Geldsummen, überall auch vonden protestantischen Nrichoständen in Tcutfchlanddie tröstlichsten Versprechungen erhalten. In Per-son waren die vornehmsten französischen Staatsmän-ner und Feldherrn mit einigen Kricgesknechten zuGenf angelangt, so daß diese mit den Eidgenossen2000 Mann ausmachten. — Der Herzog von Sa-voycn zog nun allmählich die Sicherheit des Frie-dens der Ungewißheit des Kriegs vor. Er schmei-chelte sich itzo, durch gütliche Unterhandlungenweit mehr, als durch Gewalt der Waffen, gewin-nen zu können. Von beyden Seiten wurden die Krie.gesvölker zurückgezogen. Auf Anstiften des Herzogsvon Savoyen warfen die XII Rantons sich zuSchiedrichtern über seinen Prozeß mit Bern auf.Bern aber schützte sich hinter den einmal wegen desWattlandes gemachten Vertragen, und setzte sichaller weitem Untersuchung entgegen.
In dieser Zeit wütete durch die Eidgcnoßschaft diegiftigste Pestseuche. Schon im Jahre 1610. rastesie zu Basel in kurzer Zeit bey 4000 Menschen weg;zu Bern verbreitete sie sich erst gegen den Herbsti6n. Gegen Ende des Wintermonats würgte sieauf einen Tag zwo und zwanzig, in allem aber beyachthundert Personen. Noch fürchterlicher zeigte sie