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den Tagleistungcn dieses Jahres geschah», wiederhol;te Berathschlagungen: Ob es nicht schicklich wäre,den neucrwahlten Kaiser Matthias um die Bestatt,gung der Regalien ersuchen zu lassen? Von Zeit zuZeit schob man die Sache aus, und endlich unterbliebsie. Auch ohne solche Bestätigung wußten die Kamtons ihre Freyheiten zu schützen, und sie fanden umnöthig, diese Bestätigung auf einem deutschenReichstage zu suchen, der bey der fürchterlichstenErschütterung seine eigne Freyheiten mit Mühe be;hauvtete.
Durch den schiedrichtcrlichcn Spruch vom Jahreiüic>. hatten sich zwar die Bicler mit dem Bischofvon Basel verglichen: allein immer noch lebte die;ser mit den Lernen, im Streite. Als Bern fortfuhrdie Gewissensfreyheik der Münsterihaler gegen denBischof zu schützen , kehrte dieser im Jahre idiz.vor die gcmeineidgcnößische Tagleistung, mit derAeusserung: Lern stehe zwar mit dem MünsterthalinBurgrechl, übrigens aber habe dieser Kantondem Bischof daselbst wegen der Religion nichts vor;zuschreiben. — Bern erwiederte: Nach Aushebungdes Bielerschen Tausches sey das Münsterthal kraftder Verträge wieder in seine alten Vorrechte getre;ten. — Ungeachtet aller Einwendungen von Seitedes Bischofs, sah er sich endlich genöthigt, die Mün,sterthaler ihr Lurgrccht mit Bern aufs feycrlichsteerneuern zu lassen. Bey wiederholter Kränkung dermünsterthalerschen Gewissensfreyheit, wollte Berndiese Freyheit mit den Waffen verfechten. Kaumdaß der Bischof den Ernst sah, so hob er in demMünstcrthal den katholischen Gottesdienst auf, er