Band 
Erster Theil.
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Hanptflecken Sonders und den größten Theil desVeitlino wieder erobert; es kam aber den i; Ausgust 1620. wegen Nachlässigkeit der Besatzungen so-wol als wegen des Abzugs der Oberbündtner auj'sneue in die Hand der Rebellen. Mit Mühe wurdediesen die Grafschaft Eleven entrissen. Währenddieser Unruhen war Rudolf planta mit einigen öster-reichischen Haufen bis in das Münsterthal einge-drungen; von da aus schrieb er an die Gemeindenin dem Engaddinum sicheres Geleit und unpartheyi-sches Recht. Wenige Tage hernach leisteten die Mün-sterthaler dein kayserlichen Rriegesoberist Baldi-ron denselben Eyd der Treu wie die Tiroler.

Nunmehr eilten die beyden Kantons Zürich undBern den pündmern nut zwey Regimentern zuHilfe. Zur Anwerbnng versprachen die Venetianer,denen um ihrer eigenen Sicherheit willen die Sicher-heit der Pündtner wichtig seyn mußte, 16000. Du-katen; nirgends aber finden wir, daß diese Summewürklich erlegt worden sey.

Auf einer allgemeinen Tagleistung zu Baden er-klärte der französische Botschafter den Zuzug derZürcher und Berner als voreilig. Kaltblütig sahndie fünf katholischen Rantons dem blutigen Spielzu; sie giengen so weit, daß sie einmal den Zürchcrnund Bernern den Durchzug durch die genieinschaft.lichen Herrschaften bey Mellmgen versperrten. —Auf obiger Taglcistung vermcyntcn die französischesowol als auch mehrere cydgenößische Gesandte,man sollte durch Vermittlung die Eintracht in Pünd.tcn herzustellen bemüht seyn; die katholischen Ran-tons hingegen wollten sich nicht eher einmischen,

bevor