Band 
Erster Theil.
Seite
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ohne Beystand des obern Sundes, den Weg nachdem obern Enyadin. Daselbst fliesten alle Kricges-Volker zusammen; man hielt Kricgesrath und schwurmit aufgehobenen Handen zum Himmel, die Rath-schläge .verschwiegen zu halten. Die Münstertha-ler wurden'begnadigt und zogen unter einem zürcher-schen Hauptmanne auch mit. Den 22 August 1620.brach alles Volk auf, erstieg den Berg Lassana, denhöchsten in ganz Rhaticn; von da weiter in das l!i-vinerrhal und auf den Berg Zauplan. Nach gerin-gem Widerstände flüchteten sich die Rebellen mitden Spaniern vor dem vereinigten Heere; nunmehrließ dieses von den venetianern Beyhilfe begehren;es erfolgte aber von denselben weder Antwort nochAufbruch. Das Heer zog aus worms nach deinVeltlin. Es entstanden blutige Gefechte; auf bey-den Seiten mit beträchtlichem Verluste. Unter al-lerley Vorwande zerstreuten sich die pündtner; dieDerner lagerten sich in dem Gottcshausbunde beyZitzers und Jgis; die Züricher zu Meyenfeld.

Aus Besorgniß, daß sich Spanien und Oester-reich allzusehr ausbreiten möchten, erflehten nun-mehr die Vcnelianer den Rönig von Frankreich,er sollte die Spanier gütlich dahin vermögen, daßsie dem rebellischen Veltlin ihren Schutz aufkün-digen. Nicht ungcneigt fand sich hiezu der König. —Auf der andern Seite hingegen wurden von denSpaniern und veltiinern die fünf katholischenRantons zu kriegerischem Zuzuge bewogen. InPündten waren also Eidgenossen gegen Eidgenos-sen bewaffnet. — Bey der allgemeinen Gefahr wur-de der französische Sotschaftcr, Gueffier, von den