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wieder in den Besitz des veltlins und überall al-les in die vorige Verfassung gesetzt werden: Eswenig ernstlich war es von spanischer Seite mitdiesem Vertrage gcmeynt, daß vielmehr der Gtaatl'Halter zu lNayland die Truppen an den Gränzenverstärkte. Aus Argwohn hierüber suchten sich dievenetianer durch ein Schutzbündtniß mit Savoyensicher zu stellen. Zur Hintertreibung eines solchenBüudtnisses unterließ der schlaue Spanier kein Mit-tel , um den Herzog Rar! von Savoyen auf seineeigne Seite zu bringen; es gelang ihm, indem erdiesem unruhigen Fürsten allen möglichen Beystandzur Eroberung der Stadt Genf angelobete. — Auchden katholischen Rantons schien wenig mit demMadritcrverglciche gedient; nicht genug glaubtestsie den katholischen Gotttesdienst in Zündle»durch einen Vergleich gesichert, lan dessen Vollstreckunggleichwol niemand eifriger arbeitete als selbst derOberpriester der römischen Rirche. Sogar diefranzösischen Gesandte schlugen auf der Taglei-stung zu Luccrn neue Artickel vor, geradezu deinMadritervertrage und der Religionsfreyheit ent-gegen. Grossentheils aber wurden sie von den Häup-tern des pündtnerschen Freystaakes verworfen.Diese drangen auf die Beobachtung des Madriter-vertrages, welchen auch die reformirte Eydgenoß-schaft gut hieß.
Im September 1621. wurde mit grosser Mehrheitder Stimmen erkennt, daß vo-r jedem der III. pünd-ten viertausend Mann ins Feld rücken sollen; kaumdie Hälfte erschien anf dem Sammelplätze in demobern Engadin, ohne Geld, ohne hinreichenden