Band 
Erster Theil.
Seite
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nicht weiter beunruhigt wurde. Nunmehr setzten siedie Belagerung von Meymfeld fort. Den lo.May1622. gruben sie der Stadt den Mühlcbach ab, sodaß die Mühlen aus Mangel an Wasser still stehenmußten. D>e österreichische Besatzung that einenAusfall, fällte bey izo fruchtbaren Bäumen , warfdamit einen Graben auf, um einen Arm des Rheinsauf die Mühle zu leiten. Schlauer Weise arbeitetendie Soldaten in den Kleider» der Bürger und derWeiber zu Mcycnfeld; diese List gelang ihnen; diegutherzigen Lrcttigäuer hielten sie würklich fürMeyenfrlder und verschonten ihrer als Schwacherund Elender mit ihrem Geschütze. — Bald hernachkam den Lrettigäucrn und Bündtnern ein Haufenheimlich angeworbener Eidgenossen, unter Amführung Joseph Wertmüllcrs, Wilhelm Stapfersund Andreas Steiners, zu Hilfe. Endlich mußtesich den I. Junius die österreichische Besatzung zuM venftld zur Uebergabe bequemen. Hierauf erosbercen die Brettig.äucr auch das Schloß Rczüns undjvgen alsdenn gegen die Hauptstadt sshur zu; siewollten sich der Derschanzung auf dem Hügel beydem bischöflichen Sitze bemächtigen; in der Nachtauf den y Junius fielen die Beherztesten aus ihnenmit fürchterlichem Geschrey von dem Mictnibergedie Schanz an; auf der andern Seite liessen PeterGuter und die übrige Hauptleute um die ganze Stadtherum Lärm schlagen; in der Derschanzung entstandhierüber ein solcher panischer Schrecken, daß dieGarnison ohne Gewehr und Hüte in die Stadtfloh. Hierauf schickten sich die Belagerer an , derStadt das Wasser zu den Mühlrädern abzugraben;