Band 
Erster Theil.
Seite
325
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nossen, der pündtner , vereinigte er sich itzo mitSavoyen und Venedig. Hierüber äusserst betrof-fen, suchten die Spanier den pabst auf ihre Sei-te zu zichn und unter religiösem Verwände anver-trauten sie diesem, als dem Haupte der Kirche, dasVeltlin, worms und Cleven. — Nach Davoo undin das Brettigäu kommen österreichische Vögte,denen die Einwohner huldigen. Von dem Bundes-tage zu Chur wird im Maymonate 162z. die Er-bauung einer österreichischen Festung zu St. EucienSteig bewilligt. Sehr wol sahn die Rantons, daßdie pündtner ihrer selbst nicht langer mächtig wa-ren ; sie entschlossen sich also einhellig, au ihrem Ortesich auf alle Weise dem neuen Festungsbau entge-gen zu setzen. Endlich erklärte sich der Herzog ineinem Schreiben an die Rantons unterm i8. De,cember 162z, da ihnen dieser Festungsbau so sehrzuwider sey, so wolle er davon abstehn, jedoch mitfolgenden Bediugnisscn: daß sie vor allem aus dietLrbvercinigung nach dem ächten Jnnhalte treulichbeobachten, ihn bey seinen Rechten an die VIII Ge-richte , in dem untern Engadin und anderstwo schü-tzen und keine Hinderniß in den Weg legen. — NachAusbczahlung einer Geldsumme von 24000 Guldenund Auslieferung von vier Geiseln nach Inspruckwurden die sXmdtner den i. April 1624. allerösterreichischen Besatzungen entledigt, jedoch muß-ten sie österreichische Lommisiarien annehmen, dieihren Versammlungen beywohncten.

Den 27. Jun. 1624. langte der Marquis de Lönu«vre als außerordentlicher französischer Dotschaf.ler in der Schweiz an; nach weitlauftigcn Unter-