Band 
Erster Theil.
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Meister von Cl?ur, Gregor Meyer, auf der eid-genößiscben Taglelstung vortragen. Der franzö»fische Gesandte, von Chateauneuf, that alles mög,liehe zur Empfehlung des monzonischen Vertragesund stellte denselben in dem glänzendesten Lichte vor.Durch diesen Vertrag, sprach er, sind der höchsteGewalt und die Oberherrschaft der Pündtner gest,chcrt. Die Dcltliner und die Grafschaftsleute gewin-nen weiter keinen andern Vortheil als die einzigeUebung der katholischen Religion und das Wahl-recht der Beamten, wofür sie den Pündtnern be-trächtliche Summen entrichten. Sondcrheitlich, füg»tc er bey, darf man auch nicht vergessen, daß durchdiesen Vertrag die VIll Gerichte, das untere En.gadin und das Münstcrthal wieder in den pündt-ncrschen, und damit zugleich in den eidgcnößischcnStaatskörper einverleibt werden. — In zwo verschie-dene Meinungen theilten sich hierüber die Rantons;die Eatholischen erklärten sich für die monzonischenAriiekel; die Reformierten hingegen drangen aufBcybekaltung des Madrilerve träges.

Inzwischen wurden in dem vcltline die Festun-gen geschleift und die fremden Rriegesvölkcr zo-gen aus dem Lande weg. So wol die veltliner alsdie OÜndlner suchten durch Gesandte an dem frnn»zösuchen Hofe ihre noch übrigen Streitigkeiten inOrdnung zu bringen. Zu gleicher Zeit waren dienunmcbr freygewordene Clevener und veltlinermit Anordnung ihrer neuen Verwaltung beschäftigt;bisher an Unterwerfung gewöhnt, wurde in ihrenHänden die Freyheit ein gefährlicher Dolch; ebenso leicht konnten sie sich damit verwunden als gegen