Band 
Erster Theil.
Seite
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Aufrührer in dem Veltline begünstigt und daspündrnertand gegen Oesterreich nicht hinreichendsicher gestellt habe. Um sich selbst sicher zu stellen,entschlossen sie sich auf dem Bundestage unterm11. Nvv. iü28. den Erzherzog Leopold um rLr.Neuerung der Erbvcrcmigung ersuchen zu lassen;allein auch Oesterreich halte keine andere Absicht,als sie, wo möglich, in Schlummer zu wiegen.

Gegen auswärtige Feinde hatten die Ranlons sichsicher gestellt; in ihrem eigenen Schoosse aber wütetein den letzten Monaten des Jahres 1628. die Pest-seuche, ein fürchterlicher Feind , der allem Mutheund aller Weisheit Trotz bot. In Italien undDeutschland hatten sich mit dieser noch Krieg undHunger zum Verderben der Völker vereinigt. — Voneinem Ende des römischen Reiches zum andern wa-ren die Waffen Kaiser Ferdinands H. furchtbar.Nicht nur unterdrückte er die Stände und Fürstenin Deutschland ; überdicß schickte er den Spaniernbeträchtliche Hilfsvölker so wol in die Niederlandegegen die Holändcr, als in Italien gegen Venedigund Frankreich. Als er auch die pölaken gegenSchweden beschützte, schloß mit denselben der schwe-dische Gustav Adolf einen Stillstand der Waffen.Hierauf suchte er gegen den Raffer die größten Mach-te von Europa in Harnisch zubringen; niemand gabihm Gehör als der französische Kardinal Richelieu;die meisten Fürsten und Staaten glaubten ihn allzuohnmächtig zur Demüthigung eines so gewaltigenHauses, wie Oesterreich; seinen Bewegungen sahder Raffer selbst mit sorglosem Ucbermuthe entgegen.Gleichwie indeß aus dem kleinsten Ncbelwölkgcn das

fürchtcr-