Band 
Erster Theil.
Seite
337
JPEG-Download
 

- 367

fürchterlichste Gewitter sich über den Himmel ver-breitet, so erschien izt der König in Schweden (imJahre 1630.) als ein unmerkbares Wöikgen in Nor-den, welches in grauenvollen Stürmen sich überDeutschland ergoß , mit Blitz und Wetterstral dieschönsten Städte einäscherte und den Kaiserthronselbst in den Grundpfeilern erschütterte.

Inzwischen hatte der Kaiser umsonst von den Ran«tons den Durchzug nach Italien verlanat; nachder Verweigerung zog er seine Rriegesvölker ausdem Eisasse und aus Schwaben nach »l indau; vonda rückte er in aller Stille auf den pündrnerschcnpaß zu St. Luciensteig und bemächtigte sich ohneWiderstand der Rheinbrücke. Ausserordentlich wardie Bestürzung in pündten; verschiedene Rathschlä-ge und keine Vollziehung; jeder wollte befehlen; nie-mand gehorchen. Während der allgemeinen Ver-wirrung hatten sich die kaiserlichen Truppen ohneMühe von der Hauptstadt Chur und von allen Pas«sen durch das ganze Land bis an den Lomersie un-umschränkt Meister gemacht. Den ganzen Sommer1629. lagen diese feindselige Gäste in pundten undihre Anzahl belief sich auf 35000 Mann. Diese un-erwartete und gewaltsame Unterdrückung erfüllte anden Gränzen die einen mit Unwillen, die andern mi*Schrecken. So wol gegen das veltlin als gegenMayland hatten die Venetianer starke Besatzung;auch die Eidgenossen bewachten ihre Pässe mit eifer-süchtiger Sorgfalt. Auf mündliche und schriftlicheVorstellungen dieser letzter», ließ sie der Rasser ver-sichern, daß er ihnen nicht das geringste Ungemachzufügen und nach Beilegung der italiänischen Unru«

D