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Während dieser innern Entzweyung sahn sich glück-licher Weise die Ranlons wenig von aussen beun-ruhigt. Diese Ruhe hatten sie ihrer Ncuteralitätzuzuschreiben; so gerne sie bald Schwaden, baldOesterreich in den Krieg einwickeln wollten, so wur-de nichts desto weniger von beyden Machten diehelvetische Neuteralitat klüglich geschont. — Auchdie pündlner lebten »„gekrankt unser französischemSchutze. Von fremdem Kriegesvolke befreyt, be-wachten sie selbst, und zwar im Solde des Herzogsvon Rohan, die Pässe und Gränzen; auch vonden Rantons durften sie sich auf jeden Fall Beystandversprechen. Inzwischen befestigte der kaiserlicheCommissar Ossa die Stadt Lindau und machte inder Nähe verschiedene Anstalten zum Kriege. AusDesorgniß eines Ueberfalls, verschanzten sich diepündtner gegen diesen gefährlichen Nachbar durchein neue Festung bey der Drücke zu Ragaz; derHerzog von Rohan verdoppelte die Wache an denGränzen und verstärkte sein Kriegesheer. Durch sol-che Vorkehr blieb pündten in Ruhe.
Die Stadt Rothweil hingegen verfolgte gegenEnde des Jahres idzr. ein trauriges Schicksal.Diese Stadt war zwar dem ganzen eidgenößjschenSlaatskörpcr einverleibt: allein wegen ihrer Ent,fcrnung und zufälligen Lage durfte sie ohne Wissenund Willen der Kantons sich nicht in die geringstenfremde» KriegeShändel verwickeln. Diese und ande-re Bundesbcdlngnisse wurden von den Rothwcilernverabsäumt ; hingegen hatten sie sich ganz auf dieösterreichische Seite gencigct. Als aber im Frühlingdes Jahres i6zz. das schwedische Anegesheer auch