Band 
Erster Theil.
Seite
350
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auf französische Fürbitte die Rantons, besondersdie reformierte/ das pündtnerland gegen May»land und Spanien schützten, so liessen sie sich i,;o,so wol auf österreichisches Zureden als auch haupt-sächlich um ihrer eignen Sicherheit willen, mit demschwedischen Platzobrsst in Freybmg in Unterhand*lnngcn ein / damit er die benachbarten, österreichi-sche» waldstadte verschone. Nichts desto wenigerharren sich endlich die Schweden auch von diesenIvaldstädten Meister gemacht. Hie und da wur-den selbst die helvetische Gränzen bald von dem ei-nen , bald von dem andern Kricgesheere beunruhigt.Weder durch Liebkosungen noch durch Drauungenwurden die Rantons in ihrem Gleichgewichte er-schüttert. Auf einmal erzwingt der schwedische Feld-herr von Horn ganz unerwartet und unbefragt denDurchzug durch die zürchersche Stadt Stein unddurch das Thurgäu , um von dieser Seite einenSturm auf die österreichische Stadt Constanz zuwagen. Sogleich entschuldigt er diesen verwegenenSchritt bey den Rantons, unter dem Vorwandeunvermeidlicher Nothwendigkeit, und mit Versiche-rung der freundschaftlichsten Gesinnungen. Ohne zuzaudern , entschlossen sich die cathslische Rantons,diese Verletzung der eidgenößischcn Neurcralitat mitbewaffneter Hände zu reichen; die Züricher aberstellten vor, daß, bey dießmaligen Umstanden, weitmehr kalte Bedachrlichkeit als voreilige Hitze erfor-dert werde; für einmal begnügten sie sich unterm2 . September i6zz. dem scbwrdischcn Feldherrnschriftlich Vorwürfe zu machen und von ihm Genug-thuung zu heischen. Unterm gtcn gleichen Monats