Band 
Erster Theil.
Seite
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den zu machen als auch die Vorstellungen von Frank-reich nebst andern Betrachtungen bewogen den schwe-dischen Feldherrn, daß er den 22. Sept. i 6 zz. al-ten Styls die Belagerung von Ronstanz ausgab,und mit gestimmter Macht sich gegen würtembergwendete. Wenige Tage hernach entfernten sich auchdie kaiserlichen Rriegesvölker, nachdem sie vorherauf ihrem Streifzuge durchs Thurgäu grosse Misti-gen verübt hatten.

Ungeachtet des Abzuges der fremden Truppen,blieben nichts destowenigcr die democratischen Ran,tone noch immer im Felde; voll Mißtrauen hierüber,jogen auch die Zürcher ihre Besatzungen noch nichtvon den Gränzen zurück. Umsonst daß die französi-schen Lottschafter noch so dringend zum Friedenund zur Eintracht ermähnten! — Ein neuer Vor-fall , nämlich die Gefangennehmung des RilianResselrings, eines reformierten Landsässcn imThurgäu, schien die gegenseitige Verbitterung aufshöchste zu treiben.

Kein bequemeres Schlachtopfer der Rache alsRcsselring; ungeachtet er auch'Bürger zu Zürichwar, so war er zugleich wegen seines Aufenthalteszu Lußnang im Thurgäu ein protestantischer Un-terthan der daselbst regierenden Kantons. DenZürchern hatte er die Herrschaften Psyn und wein»seiden in die Hände gespielt und dadurch, (wie manmeynte) ihren Einfluß in die landesf, üblichen Ange-legenheiten vergrößert. Aller Orten hatte er sichin seinem frühern Leben als sehr thätigen und ge-meinnützigen Bürger bewiesen; nicht selten schlug erseinen Obern wohlthätige Anstalten vor und setzte sie

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